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Ölpreise fallen um rund zwei Prozent bei Gesprächen zwischen USA und Iran

Veröffentlicht am 26. September 2026 10 Aufrufe

Die Ölpreise sanken am Freitag, dem 25. September, um rund zwei Prozent. Händler bewerteten Berichte über eine mögliche Vereinbarung zwischen den USA und Iran zur Wiederöffnung der Straße von Hormus sowie anhaltende Gefahren für saudische Ölanlagen. Laut Reuters schlossen Brent-Futures bei 104,32 Dollar je Barrel, ein Minus von 2,1 Prozent. US-Rohöl der Sorte West Texas Intermediate schloss bei 92,41 Dollar und verlor 2,3 Prozent. Dow Jones Newswires meldete dieselben Schlusskurse.

Die Meerenge verbindet die Produzenten am Golf mit Abnehmern weltweit. Vor dem Krieg, der im Februar mit Angriffen der USA und Israels auf Iran begann, passierte laut Reuters etwa ein Fünftel des weltweiten Ölangebots diese Route. Störungen des Schiffsverkehrs und Angriffe auf andere Ausfuhrwege sorgen dafür, dass die Energiemärkte auf diplomatische Nachrichten und Sicherheitsrisiken besonders stark reagieren.

Mit den Verhandlungen vertraute Personen berichteten Reuters, dass amerikanische und iranische Vertreter in New York einen schrittweisen Weg prüfen. Iran soll dabei die Meerenge öffnen, während Washington seine Wirtschaftsblockade gegen das Land aufheben soll. Bis Freitag lag keine angekündigte Einigung vor. Ein hochrangiger iranischer Vertreter sagte Reuters, Teheran werde seine Haltung zum Atomprogramm auch dann nicht lockern, wenn die USA dem Vorschlag für die Schifffahrtsroute zustimmen.

Der Aussicht auf freieren Schiffsverkehr standen Sorgen über Angriffe der mit Iran verbündeten Huthi aus Jemen auf Saudi-Arabien gegenüber. Reuters zufolge beeinträchtigten diese Angriffe die Öllieferungen des bedeutenden Exporteurs. Vorläufige Schiffsverfolgungsdaten von Kpler zeigen für die Woche ab dem 20. September Ausfuhren von 33,7 Millionen Barrel Rohöl durch die Meerenge. Das entsprach ungefähr der Vorwoche und belegt keine vollständige Rückkehr zum normalen Verkehr.

Gespräche in Washington über ein mögliches Verbot amerikanischer Dieselexporte beeinflussten den Handel zusätzlich; eine solche Maßnahme lag nicht vor. Laut Reuters vergrößerte die Aussicht darauf den Preisaufschlag von Brent gegenüber US-Rohöl. Zugleich fielen US-Benzinfutures am Freitag um etwa vier Prozent. In Europa verloren Energiewerte 1,3 Prozent, während die Aktien von Ryanair und Lufthansa jeweils um mehr als zwei Prozent stiegen, wie ein weiterer Reuters-Bericht zeigt.

Der Preisrückgang verschaffte Ölkäufern etwas Entlastung. Brent schloss jedoch weiterhin über 100 Dollar je Barrel, und die Sicherheitslage blieb ungewiss. Anleger achten nun darauf, ob Verhandler Bedingungen für eine Öffnung der Meerenge bekannt geben und ob Angriffe auf saudische Anlagen und Schifffahrtswege weitergehen. Bis dahin dürften diplomatische und militärische Entwicklungen die Preise bewegen.

Quellen: Reuters, Dow Jones Newswires

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