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Paramount-Vergleich ebnet Weg für Warner-Bros.-Übernahme

Veröffentlicht am 22. September 2026 11 Aufrufe

Paramount Skydance erzielte am Montag Vergleiche mit zwölf US-Bundesstaaten und der Writers Guild of America über die geplante Übernahme von Warner Bros. Discovery. Damit entfällt laut Associated Press das letzte große Hindernis für den Zusammenschluss. Die Vereinbarung mit den Staaten braucht noch die Zustimmung eines Richters. AP beziffert den Aktienkauf auf rund 81 Milliarden Dollar und den Transaktionswert einschließlich Schulden auf etwa 111 Milliarden Dollar.

Kaliforniens Generalstaatsanwalt Rob Bonta führte die Koalition an, die im Juli Klage erhob. Sie argumentierte, eine Verbindung von zwei der fünf großen Hollywood-Filmverleiher könne die Produktion verringern, den Wettbewerb schwächen und Preise erhöhen. Der neue Konzern vereinte Filmstudios, die Sender CBS und CNN, die Dienste HBO Max und Paramount+ sowie große Programmbibliotheken. Bonta erklärte, der Vergleich löse die im Verfahren genannten Marktprobleme, bedeute aber keine Unterstützung für die Fusion.

Nach der fünf Jahre geltenden und gerichtlich durchsetzbaren Regelung muss der gemeinsame Konzern in den ersten beiden Jahren jährlich 30 Filme veröffentlichen, darunter 20 mit breitem Kinostart. In jedem der drei folgenden Jahre sind 32 Filme und davon 21 breite Starts vorgeschrieben; mindestens vier unabhängige Filme kommen jährlich hinzu. Bei einer Unterschreitung drohen ein verpflichtender Verkauf von Miramax und eine Zahlung von 30 Millionen Dollar je fehlendem Film an Gewerkschaftsfonds und die Kartellrechtsdurchsetzung.

Paramount sagte außerdem zu, binnen fünf Jahren mindestens 1,5 Milliarden Dollar zusätzlich zur Basis von 2025 in US-Filmproduktionen zu investieren und einen Fonds von 25 Millionen Dollar für den Erwerb unabhängiger Filme einzurichten. Ein weiterer Fonds über 47,5 Millionen Dollar finanziert Schulungen und berufliche Entwicklung für Menschen, deren Stellen durch die Fusion entfallen. Das Unternehmen muss bestehende Tarifverträge achten und mit den Gewerkschaften nach Treu und Glauben verhandeln.

Schutzregeln für Verbraucher und redaktionelle Unabhängigkeit verlangen fünf Jahre lang getrennte Lizenzverhandlungen für die Kabelkanäle von Paramount und Warner. Der Konzern muss einen kostenlosen Streamingdienst wie Pluto TV fortführen und ein unabhängiges Gremium zur Aufsicht über die redaktionelle Eigenständigkeit von CNN und CBS schaffen. Eine unabhängige Kontrollperson prüft die Einhaltung. Kalifornien, New York und zehn weitere Staaten tragen den Vergleich; die Autorengewerkschaft beendete ihr separates Verfahren, warnte jedoch weiter vor Nachteilen für Autoren und Branche.

Die Einigung verbessert Paramounts Aussicht erheblich, den Deal mit weitreichenden Folgen für die globale Unterhaltungswirtschaft abzuschließen, doch das Gericht muss noch zustimmen. Befürworter verweisen auf einklagbare Zusagen für Produktion und Beschäftigte. Von Reuters zitierte Kritiker halten zeitlich begrenzte Verhaltenspflichten nicht für einen Ersatz des Wettbewerbs, der bei einer Verbindung großer Studios verloren geht. Konzernchef David Ellison sieht den Weg für die Transaktion frei; als Nächstes folgen die richterliche Prüfung und der Abschluss der Übernahme.

Quellen: California Department of Justice, New York Attorney General, Associated Press, Reuters

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