Zurück zur Startseite PetroChinas Gewinn steigt trotz schwächerer Kraftstoffnachfrage um 22 Prozent Wirtschaft

PetroChinas Gewinn steigt trotz schwächerer Kraftstoffnachfrage um 22 Prozent

Veröffentlicht am 31. August 2026 0 Aufrufe

PetroChina, Chinas größter Öl- und Gaskonzern, meldete am Sonntag für das erste Halbjahr einen Anstieg des den Aktionären zurechenbaren Gewinns um 22 Prozent auf 103,936 Milliarden Yuan, etwa 14,65 Milliarden Dollar. Höhere Ölpreise stärkten das Ergebnis, obwohl die inländische Nachfrage nach raffinierten Kraftstoffen nachließ. Laut dem Zwischenbericht des Unternehmens und Reuters stieg der Umsatz in den sechs Monaten bis Juni um 5,3 Prozent auf 1,527 Billionen Yuan.

Der staatlich kontrollierte Produzent bezifferte den unverwässerten Gewinn je Aktie auf 0,57 Yuan, nach 0,47 Yuan im Vorjahreszeitraum. Der Netto-Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit legte um 10,6 Prozent auf 251,281 Milliarden Yuan zu. Der Verwaltungsrat beschloss eine Zwischendividende von 0,26 Yuan je Aktie; damit plant der Konzern eine Gesamtausschüttung von rund 47,585 Milliarden Yuan.

Die Betriebszahlen zeigen bessere Bedingungen im Fördergeschäft und zugleich Druck auf dem Kraftstoffmarkt. Die Rohölförderung sank im Jahresvergleich um 2,8 Prozent auf 462,9 Millionen Barrel, während die heimische Erdgasproduktion um 2,4 Prozent zunahm. Der gesamte Erdgasabsatz einschließlich Flüssigerdgas wuchs um 3,9 Prozent auf 161,22 Milliarden Kubikmeter; im Inland erhöhte er sich um 1,1 Prozent.

PetroChina verarbeitete mit 655,3 Millionen Barrel 5,6 Prozent weniger Rohöl. Der gemeinsame Absatz von Benzin, Kerosin und Diesel fiel um 8,8 Prozent auf 54,3 Millionen Tonnen. Benzin verlor 8,6 Prozent, Diesel 7,6 Prozent und Flugkraftstoff 12,5 Prozent. Gleichzeitig erhöhte sich die Produktion chemischer Erzeugnisse um 6,7 Prozent auf 21,318 Millionen Tonnen, die Herstellung neuer Materialien sprang um 61,4 Prozent auf 2,688 Millionen Tonnen.

Der Konzern führte den schwächeren Verbrauch raffinierter Kraftstoffe auf hohe Ölpreise infolge der Spannungen im Nahen Osten und die schnellere Nutzung alternativer Energien in China zurück. Diese Faktoren steigerten den Wert der Förderung, verteuerten aber auch Rohstoffe und belasteten die Nachfrage nach herkömmlichen Verkehrskraftstoffen. Damit wirkten die Entwicklungen unterschiedlich auf PetroChinas integrierte Geschäftsbereiche.

PetroChina erwartet, dass hohe Preise und alternative Energien die inländische Nachfrage nach raffinierten Produkten weiter belasten, während sich die Erdgasnachfrage stetig erholen soll. Anleger prüfen nun, ob höhere Erlöse im Fördergeschäft sowie das Wachstum bei Gas und neuen Materialien die geringeren Mengen bei Ölprodukten im zweiten Halbjahr 2026 weiterhin ausgleichen können.

Quellen: PetroChina 2026 interim results announcement, Reuters, RTTNews

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