Zurück zur Startseite Real-Madrid-Panne belebt legendäre Piqué-Arbeloa-Hütchen-Rivalität wieder Sport

Real-Madrid-Panne belebt legendäre Piqué-Arbeloa-Hütchen-Rivalität wieder

Veröffentlicht am 28. Januar 2026 426 Aufrufe

Real Madrid stand am Montag im Mittelpunkt eines der langlebigsten Witze des spanischen Fußballs, nachdem die offiziellen Kanäle des Vereins Trainingseinheitsinhalte veröffentlicht hatten, in denen der Name von Cheftrainer Álvaro Arbeloa versehentlich neben einem Trainingshütchen erschien, was die legendäre Rivalität zwischen dem ehemaligen Verteidiger und Gerard Piqué neu entfachte. Die peinliche Panne, erstmals von Mundo Deportivo am 27. Januar berichtet, ging schnell in den sozialen Medien viral, wobei Fans und Experten gleichermaßen die unglückliche Nebeneinanderstellung aufgriffen, die perfekt die berühmteste Beleidigung in der Geschichte der La-Liga-Kabinenrivalitäten widerspiegelte. Real Madrid soll den Fehler innerhalb weniger Stunden korrigiert haben, doch Screenshots hatten sich bereits auf allen großen Plattformen verbreitet.

Der Vorfall ist ohne die Geschichte hinter einem der berühmtesten Wortspiele des spanischen Fußballs nicht zu verstehen. Im Dezember 2015, nach einem öffentlichen Streit mit Arbeloa über Real Madrids Disqualifikation aus der Copa del Rey wegen des Einsatzes des gesperrten Denis Cheryshev, lieferte Barcelona-Verteidiger Gerard Piqué in einer Pressekonferenz nach dem Spiel eine Meisterleistung linguistischer Häme ab. Auf Arbeloas Aussage angesprochen, sie seien Freunde, antwortete Piqué mit vernichtender Präzision: Arbeloa habe gesagt, er sei sein Freund, aber er würde ihn nicht als Freund betrachten, sondern nur als Bekannten -- wobei er nach der ersten Silbe bewusst pausierte, um das Wort als 'cono...cido' auszusprechen. Im Spanischen bedeutet das Wort 'conocido' Bekannter. Aber durch die Aufspaltung des Wortes in 'cono' und 'cido' verwandelte Piqué eine bereits existierende Fan-Beleidigung in eine Waffe, die Arbeloa mit einem Trainingshütchen verglich, jenem orangefarbenen Markierer, der regungslos auf dem Platz steht, während Spieler um ihn herumtribbeln.

Das Geniale am Wortspiel lag in seiner plausiblen Bestreitbarkeit. Als er Tage später in Yokohama während der FIFA Klub-Weltmeisterschaft erneut auf den Kommentar angesprochen wurde, legte Piqué mit einem Grinsen nach und sagte, jeder könne es interpretieren, wie er wolle, und er habe lediglich gesagt, Arbeloa sei kein Freund, sondern ein Bekannter. Die bewusste Pause zwischen 'cono' und 'cido' ließ keinen Zweifel an seiner Absicht, aber die wörtliche Bedeutung des Wortes gab ihm Deckung. Der Spitzname 'El Cono' kursierte bereits unter spanischen Fußballfans, die Arbeloas vermeintlichen Mangel an Mobilität und offensivem Beitrag als Rechtsverteidiger verspotteten und suggerierten, er sei auf dem Platz so nützlich wie eines der orangefarbenen Trainingshütchen. Piqués Pressekonferenz-Moment erhob die Beleidigung vom Online-Spott zum unsterblichen Fußball-Folklore.

Die Fehde zwischen den beiden spanischen Nationalspielern, die gemeinsam die WM 2010 und die EM 2012 gewonnen hatten, eskalierte 2015 und 2016 mit zunehmend scharfen Wortgefechten in sozialen Medien und Interviews. Arbeloa reagierte Monate später auf die Hütchen-Beleidigung und erklärte, er könne der Welt erklären, warum er nicht Piqués Freund sei, und vielleicht würde Piqué dabei nicht besonders gut dastehen, wobei er hinzufügte, den Respekt, den Piqué seiner Familie nicht entgegenbringe, zolle er Piqués Familie. Spaniens Nationaltrainer Vicente Del Bosque sah sich gezwungen einzugreifen und erklärte, es sei nicht gut, dass es Konflikte zwischen ihnen gäbe, und er müsse mit beiden Spielern sprechen. Selbst Real-Madrid-Kapitän Sergio Ramos forderte Piqué nach der Hütchen-Bemerkung öffentlich auf, Respekt zu zeigen.

Die Hütchen-Saga ruhte jahrelang, bis Real Madrid am 12. Januar 2026 Arbeloa nach dem Abgang von Xabi Alonso zum Cheftrainer der ersten Mannschaft ernannte. Die Ankündigung ließ die Hütchen-Memes in den spanischen sozialen Medien sofort wiederaufleben. Als Arbeloas Debüt am 14. Januar mit einer demütigenden 3:2-Niederlage in der Copa del Rey gegen den Zweitligisten Albacete endete, brachen alle Dämme. KI-generierte Bilder von Arbeloa mit einem Hütchen auf dem Kopf verbreiteten sich auf X, Fan-Accounts erstellten Hommagen wie 'Full Metal Cono,' und Piqué selbst konnte nicht widerstehen und schrieb Berichten zufolge in einem Kings-League-Gruppenchat lediglich: 'gutes Debüt, 3:2.' Sogar der Cádiz CF schloss sich dem Spott an und veröffentlichte ein Werbeplakat für sein Spiel gegen Albacete mit einem orangefarbenen Verkehrshütchen und dem Slogan 'ein Spiel alter Bekannter' -- ein direktes Echo von Piqués originalem Wortspiel.

Die jüngste Panne der offiziellen Kanäle von Real Madrid fügt dieser jahrzehntealten Komödie ein neues Kapitel hinzu. Dass der Verein selbst versehentlich den Namen seines Trainers neben genau das Objekt platziert, das ihn seit 2015 verfolgt, stellt ein Maß an unglücklicher Ironie dar, das selbst Piqué in seinen schadenfrohesten Momenten nicht hätte inszenieren können. Die Reaktionen in den sozialen Medien reichten von Unglauben bis Begeisterung, wobei Barcelona-Fans feierten, was sie als das größte Eigentor in der digitalen Geschichte Real Madrids bezeichneten. Arbeloa, der während seiner gesamten Karriere als Spieler und Trainer Widerstandsfähigkeit bewiesen hat, hat sich zum jüngsten Vorfall noch nicht öffentlich geäußert, obwohl er den Hütchen-Spitznamen zuvor mit charakteristischem Gleichmut kommentierte und erklärte, dass diejenigen, die ihn so verspotteten, mehr über sich selbst als über ihn verrieten.

Trotz der anhaltenden Hütchen-Kontroverse zeigt Arbeloas Amtszeit als Real-Madrid-Trainer nach dem holprigen Start Zeichen der Erholung. Nach dem Copa-del-Rey-Ausscheiden gewann Real Madrid drei aufeinanderfolgende Spiele, darunter einen dominanten 6:1-Sieg in der Champions League gegen die AS Monaco, und verkürzte den Rückstand in La Liga auf Barcelona auf nur einen Punkt. Der Trainer steht vor einer entscheidenden Woche mit einem Champions-League-Duell gegen José Mourinhos Benfica am 28. Januar, einem Wiedersehen mit dem Manager, den er als sein Vorbild bezeichnet hat. Ob die Hütchen-Witze jemals verblassen werden, bleibt abzuwarten, doch die jüngste Panne von Real Madrid hat sichergestellt, dass das berühmteste Wortspiel in der Geschichte des spanischen Fußballs -- 'cono...cido' -- noch jahrelang durch Stadien und Social-Media-Feeds hallen wird.

Quellen: Mundo Deportivo, ESPN Deportes, Bolavip, LatinUS, Gulf News, Bleacher Report, El Desmarque, Libertad Digital, COPE, Depor, Telemadrid, beIN Sports

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