Zurück zur Startseite Reverend Jesse Jackson, Bürgerrechtsikone und ehemaliger Präsidentschaftskandidat, stirbt mit 84 Jahren Welt

Reverend Jesse Jackson, Bürgerrechtsikone und ehemaliger Präsidentschaftskandidat, stirbt mit 84 Jahren

Veröffentlicht am 17. Februar 2026 747 Aufrufe

Reverend Jesse Louis Jackson, einer der einflussreichsten Bürgerrechtsführer Amerikas und zweifacher Präsidentschaftskandidat, der die Demokratische Partei nachhaltig prägte, starb am Dienstag im Alter von 84 Jahren. Laut einer Erklärung der Rainbow PUSH Coalition, der von ihm gegründeten Organisation, verstarb Jackson friedlich im Kreise seiner Familie, nachdem er seit November im Krankenhaus behandelt worden war.

Jackson litt seit über einem Jahrzehnt an progressiver supranukleärer Blickparese, einer seltenen degenerativen neurologischen Erkrankung. Im Jahr 2017 machte er eine Parkinson-Diagnose öffentlich, während er am Northwestern Medicine in Chicago behandelt worden war. Sein Gesundheitszustand hatte sich in den vergangenen Jahren stetig verschlechtert, dennoch trat er gelegentlich weiterhin öffentlich für soziale Gerechtigkeit ein.

Am 8. Oktober 1941 in Greenville, South Carolina, geboren, stieg Jackson aus bescheidenen Verhältnissen zu einer der bekanntesten Stimmen der amerikanischen Bürgerrechtsbewegung auf. Er nahm an historischen Demonstrationen an der Seite von Dr. Martin Luther King Jr. teil, darunter die berühmten Märsche von Selma nach Montgomery im Jahr 1965. Jackson befand sich am 4. April 1968 im Lorraine Motel in Memphis, Tennessee, als King ermordet worden ist — ein Ereignis, das sein lebenslanges Engagement für Gleichberechtigung zutiefst prägte.

Jacksons Präsidentschaftskampagnen 1984 und 1988 brachen neue politische Grenzen auf. 1984 errang er über 18 Prozent der Stimmen bei den Vorwahlen und gewann mehrere Bundesstaaten. Seine Kampagne 1988 erwies sich als noch stärker: Er gewann 11 Vorwahlen und Caucuses und bewies damit, dass ein afroamerikanischer Kandidat eine breite, multiethnische Koalition aufbauen kann. Er gründete 1971 People United to Save Humanity und rief später die National Rainbow Coalition ins Leben, die 1996 zur Rainbow PUSH Coalition zusammengeführt worden ist.

Über die Innenpolitik hinaus erlangte Jackson internationale Anerkennung als Diplomat und Verhandlungsführer. Er erreichte mehrfach die Freilassung amerikanischer Gefangener im Ausland, darunter drei US-Soldaten, die während des Konflikts in Jugoslawien 1999 gefangen genommen worden waren. Für seine jahrzehntelangen Verdienste erhielt er die Presidential Medal of Freedom, die höchste zivile Auszeichnung der Vereinigten Staaten.

Zahlreiche Würdigungen trafen aus allen politischen Lagern ein. Senator Raphael Warnock erklärte, Gerechtigkeit sei nicht selbstverständlich und erfordere ständige Wachsamkeit und Entschlossenheit. Jackson heiratete 1962 Jacqueline Brown, und das Paar hatte fünf Kinder, darunter den ehemaligen Abgeordneten Jesse Jackson Jr. Sein Vermächtnis als Wegbereiter, der die Grenzen des politisch Möglichen für Generationen von Amerikanern erweiterte, wird noch lange fortbestehen.

Quellen: NBC News, CNN, Fox News, CNBC, Washington Times

Kommentare