Nordkoreas Ri Song Gum gewann am Mittwoch, dem 23. September, bei den Asienspielen im japanischen Nagoya Gold im Gewichtheben der Frauen bis 49 Kilogramm. Sie stellte Weltrekorde im Reißen, Stoßen und Zweikampf auf. Laut AFP und Yonhap bescherte sie Nordkorea damit die erste Goldmedaille dieser Spiele.
Ri hob 94 Kilogramm im Reißen und 121 Kilogramm im Stoßen; zusammen ergab das 215 Kilogramm. Nach Angaben der AFP übertraf sie damit die geltenden Weltstandards von 93, 115 und 208 Kilogramm. Im Stoßen bewältigte sie zunächst auch 116 Kilogramm und steigerte ihre Marke anschließend noch einmal auf 121 Kilogramm.
Die Bezeichnung Weltrekord braucht eine Einordnung. Der internationale Gewichtheberverband führte am 1. August neue Gewichtsklassen ein und setzte die Richtwerte neu fest, berichtete AFP. Eine Leistung oberhalb eines solchen neuen Richtwerts zählt als Weltrekord. Ris drei Rekorde beziehen sich folglich auf das überarbeitete System der Gewichtsklassen.
Indiens Mirabai Chanu gewann mit insgesamt 198 Kilogramm Silber, Indonesiens Luluk Diana Tri Wijayana mit 191 Kilogramm Bronze, wie AFP und Yonhap berichteten. Für Chanu war es die erste Medaille bei Asienspielen. Laut Al Jazeera endete damit eine 28 Jahre dauernde Wartezeit Indiens auf eine Gewichthebermedaille bei diesem Wettbewerb.
Die 28-jährige Ri hatte bereits 2018 in Jakarta und 2023 in Hangzhou Gold bei den Asienspielen geholt. Laut AFP ist sie nun die erste Frau mit drei Titeln im Gewichtheben bei diesem Wettbewerb. Ihre Landsfrau Kang Hyon Gyong gewann am Mittwoch später die Klasse bis 53 Kilogramm und sicherte Nordkorea ein zweites Gold in dieser Sportart.
Die neuen Klassen beeinflussen auch den Weg zu den nächsten Olympischen Spielen. Nach AFP-Angaben gehört die Frauenklasse bis 49 Kilogramm nicht zu den sechs für Los Angeles geplanten Klassen; die leichteste wird dort 53 Kilogramm sein. Auf einen möglichen Wechsel angesprochen, erklärte Ri, sie werde ihn erwägen. In Nagoya stehen für sie zunächst der dritte Asientitel in Folge und drei Rekorde nach den neuen Standards.
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