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Russische Drohnenangriffe stören Kiewer Brücken und töten einen Menschen

Veröffentlicht am 2. Oktober 2026 0 Aufrufe

Russische Drohnenangriffe beeinträchtigten am Freitag, dem 2. Oktober, drei Brücken über den Dnipro in Kiew und erschwerten den Verkehr zwischen dem östlichen und dem westlichen Teil der ukrainischen Hauptstadt. Das teilten Bürgermeister Vitali Klitschko und städtische Behörden mit. Bei einem weiteren Angriff auf ein Wohnhaus starb nach Behördenangaben ein Mensch; zwei weitere erlitten Verletzungen. Die Angriffe erfolgen vor dem Winter während einer verstärkten russischen Luftkampagne gegen ukrainische Infrastruktur.

Die Stadt sperrte die Südbrücke, auch Piwdennyj-Brücke genannt, nach mehreren Treffern. Für die Paton-Brücke und die Metrobrücke galten ebenfalls Einschränkungen, berichteten Reuters und Al Jazeera unter Berufung auf örtliche Behörden. Über die Südbrücke verlaufen Straßen und eine Metrolinie. Pendler wichen auf andere Übergänge aus; Reuters-Beobachter und Reporter der Associated Press meldeten lange Staus.

Laut Reuters trafen russische Drohnen die Südbrücke bereits am Donnerstag und erneut am Freitag. Am Freitagmorgen stoppte der Verkehr auf der Süd- und der Paton-Brücke zeitweise; auf einer dritten Brücke galt eine teilweise Sperrung. Die Associated Press berichtete unter Berufung auf Klitschko über einen weiteren Treffer auf einer der betroffenen Brücken am Freitagnachmittag. Die Zugangslage änderte sich, während die Behörden Schäden prüften.

Der tödliche Angriff auf das Wohnhaus löste in oberen Stockwerken eines Gebäudes im Kiewer Stadtteil Darnyzkyj einen Brand aus, berichteten Reuters und Deutsche Welle unter Berufung auf Beamte. Das russische Verteidigungsministerium erklärte, seine Drohnen hätten eine Dnipro-Brücke und weitere aus russischer Sicht militärische Ziele getroffen, darunter ein Kraftwerk nahe Kiew und den Hafen Ismajil. Der gemeldete Todesfall betraf ein anderes, bewohntes Gebäude.

Die Brücken sind für tägliche Arbeitswege wichtig. Vor Russlands groß angelegter Invasion 2022 lebte laut städtischen Zahlen bei Reuters mehr als ein Drittel der rund drei Millionen Einwohner Kiews am Ostufer, wo sich nur 18 Prozent der Arbeitsplätze befanden. Die Einschränkungen trafen damit Wege zu Arbeitsstätten am Westufer. Präsident Wolodymyr Selenskyj forderte die Verbündeten auf, Sanktionen gegen Bauteile russischer Drohnen und Raketen zu verschärfen, berichtete Al Jazeera.

Die Angriffe verstärken Sorgen um den Schutz von Verkehrs- und Energieanlagen vor der kalten Jahreszeit. Ukrainische Behörden begutachten die Schäden und lenken den Verkehr über den Fluss; der Status einzelner Brücken kann sich weiter ändern. Zugleich dauern Kämpfe und diplomatische Gespräche über mögliche begrenzte Pausen bei Angriffen auf Energieanlagen an. Eine solche Vereinbarung haben die Beteiligten bislang nicht bekannt gegeben.

Quellen: Associated Press, Reuters, Deutsche Welle, Al Jazeera

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