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Zweiter Kranunfall in Thailand tötet zwei Menschen nahe Bangkok nach Zugkatastrophe

Veröffentlicht am 15. Januar 2026 259 Aufrufe

Ein Baukran stürzte am Donnerstag auf eine Hochstraße nahe Bangkok und tötete zwei Menschen, fünf weitere wurden verletzt. Dies geschah nur einen Tag nachdem ein ähnlicher Unfall mindestens 32 Menschen das Leben kostete, als ein Kran auf einen Personenzug im Nordosten Thailands stürzte. Der Vorfall ereignete sich auf einer Baustelle für die Erweiterung der Rama-2-Straße in der Provinz Samut Sakhon, wobei zwei Fahrzeuge unter den Trümmern begraben wurden.

Das Autobahnprojekt Rama 2 hat sich den düsteren Spitznamen « Todesstraße » aufgrund zahlreicher tödlicher Bauunfälle in den letzten Jahren verdient. Die örtliche Polizei bestätigte, dass Rettungskräfte zum Unfallort eilten und Opfer aus den Trümmern befreiten, wobei Verletzte in nahegelegene Krankenhäuser gebracht wurden. Die Autobahn ist eine Hauptverkehrsader von Bangkok und war während ihrer gesamten Bauzeit von Sicherheitsbedenken geplagt.

Die aufeinanderfolgenden Krankatastrophen haben landesweite Empörung über die Bausicherheitsstandards in Thailand ausgelöst. Am Dienstag stürzte ein von der Firma Italthai betriebener Kran auf einen Personenzug mit 171 Fahrgästen im Bezirk Sikhio, Provinz Nakhon Ratchasima. Diese Katastrophe tötete mindestens 32 Menschen, verletzte 66 und hinterließ acht Vermisste. Die Behörden haben Ermittlungen zu beiden Vorfällen eingeleitet.

Italthai, der an der Zugkatastrophe beteiligte Auftragnehmer, sah sich wachsender Kritik ausgesetzt, nachdem das Unternehmen mit früheren Bauversagen in Verbindung gebracht wurde. Die Firma war Mithauptauftragnehmer für das Gebäude des Staatlichen Rechnungshofs in Bangkok, das im vergangenen März während der Bauarbeiten nach einem Erdbeben mit Zentrum in Myanmar einstürzte und etwa 100 Todesopfer forderte. Dreiundzwanzig Personen und Unternehmen wurden in diesem Fall angeklagt, darunter der Präsident von Italthai, wegen fahrlässiger Tötung und Dokumentenfälschung.

Thailands Verkehrsminister kündigte eine sofortige Überprüfung aller laufenden Bauprojekte landesweit an. Die Regierung hat Sicherheitsinspektionen aller Kranoperationen angeordnet und die Arbeiten an mehreren großen Infrastrukturstandorten bis zum Abschluss der Untersuchungen ausgesetzt. Die Familien der Opfer beider Vorfälle haben Rechenschaft und eine strengere Durchsetzung der Bausicherheitsvorschriften gefordert.

Internationale Sicherheitsexperten haben Thailand aufgefordert, strengere Bauaufsichtsmechanismen einzuführen. Die aufeinanderfolgenden Tragödien haben Fragen zur Regulierungsdurchsetzung und zur Verantwortlichkeit der Auftragnehmer im schnell wachsenden Infrastruktursektor des Landes aufgeworfen. Beamte erklärten, dass vorläufige Erkenntnisse in den kommenden Wochen veröffentlicht werden.

Die öffentliche Wut hat sich in den sozialen Medien verstärkt, mit Forderungen nach strafrechtlicher Verfolgung der Verantwortlichen für die Sicherheitsmängel. Die Regierung hat den Familien der Opfer Entschädigung zugesagt und umfassende Reformen versprochen, um künftige Katastrophen zu verhindern.

Quellen: Al Jazeera, Washington Post, NPR, NBC News, Malay Mail