Zurück zur Startseite SETI-Wissenschaftler durchsuchen interstellares Objekt 3I/ATLAS nach Alien-Signalen und finden keine Technologie

SETI-Wissenschaftler durchsuchen interstellares Objekt 3I/ATLAS nach Alien-Signalen und finden keine

Veröffentlicht am 23. Juni 2026 555 Aufrufe

Wissenschaftler des SETI-Instituts haben eine umfassende Suche nach Funksignalen auf dem interstellaren Objekt 3I/ATLAS abgeschlossen, um mögliche Hinweise auf außerirdische Technologie aufzuspüren. Mit dem Allen Telescope Array am Hat Creek Radio Observatory in Nordkalifornien beobachtete das Forschungsteam den kosmischen Besucher über mehr als sieben Stunden hinweg und deckte dabei einen Frequenzbereich von 1 bis 9 Gigahertz ab. Die Ergebnisse, veröffentlicht in einer wissenschaftlichen Arbeit im Juni 2026, bestätigten, was viele Astronomen bereits vermutet hatten: Es gibt keine Anzeichen für außerirdische Technologie.

3I/ATLAS ist das dritte bestätigte interstellare Objekt, das unser Sonnensystem durchquert, nach dem berühmten 1I/'Oumuamua, entdeckt im Jahr 2017, und 2I/Borisov, identifiziert im Jahr 2019. Erstmals im Juli 2025 aufgespürt, zog dieser kosmische Wanderer sofort die Aufmerksamkeit von Forschern auf sich, die Material aus der Umgebung anderer Sterne untersuchen wollten. Im Gegensatz zu 'Oumuamua, das wegen seiner ungewöhnlichen Form und Beschleunigung weitreichende Spekulationen über künstliche Ursprünge ausgelöst hatte, zeigte 3I/ATLAS Eigenschaften, die mit einem natürlichen Eiskörper übereinstimmen.

Das Ausmaß der Beobachtungskampagne war bemerkenswert. Während ihrer siebenstündigen Beobachtungsphase identifizierte das SETI-Team nahezu 74 Millionen Schmalbandsignale in den gesammelten Daten. Durch einen sorgfältigen Filterprozess, der darauf ausgelegt war, Signale zu isolieren, die zur spezifischen Bewegung und Flugbahn von 3I/ATLAS passten, reduzierten die Forscher diesen gewaltigen Datensatz auf etwa 200 Kandidatensignale, die eine genauere Untersuchung verdienten.

Bei der detaillierten Überprüfung ließen sich alle 200 verbliebenen Signale auf menschengemachte Quellen zurückführen. Einige stammten von technischen Anlagen auf der Erdoberfläche, andere von Satelliten in der Erdumlaufbahn. Dieser gründliche Eliminierungsprozess hinterließ keine unerklärten Übertragungen, die dem interstellaren Besucher hätten zugeschrieben werden können, und schloss damit das Vorhandensein nachweisbarer Hochfrequenztechnologie auf 3I/ATLAS aus.

Die Studie offenbarte zugleich bedeutsame Erkenntnisse über die Fähigkeiten der modernen SETI-Infrastruktur. Das Allen Telescope Array bewies eine beeindruckende Fähigkeit zur schnellen Reaktion: Die Beobachtungen von 3I/ATLAS begannen weniger als einen Tag nach der offiziellen Bekanntgabe der Entdeckung des Objekts. Diese Reaktionsgeschwindigkeit unterstreicht, wie gut die SETI-Gemeinschaft auf zeitkritische astronomische Ereignisse vorbereitet ist, sodass flüchtige Gelegenheiten zur Erforschung vorübergehender Objekte nicht verloren gehen.

Die Ergebnisse stimmen mit umfassenderen wissenschaftlichen Bewertungen von 3I/ATLAS überein, die durchgehend darauf hindeuten, dass es sich um einen natürlichen Kometen aus einem anderen Sternensystem handelt. Spektroskopische Analysen und weitere Beobachtungen haben eine Zusammensetzung ergeben, die für eisige Kometenkörper typisch ist, einschließlich eines Ausgasungsverhaltens, das den Erwartungen für ein gefrorenes Objekt in der Nähe der Sonnenwärme entspricht. Die Berichterstattung durch PBS News, ScienceDaily und andere große Medien hat das öffentliche Interesse an der Strenge und den Möglichkeiten der modernen SETI-Forschung neu belebt.

Quellen: SETI Institute, ScienceDaily, PBS News, Phys.org

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