Zurück zur Startseite SpaceX reicht Antrag für historischen Börsengang mit Bewertung von 1,75 Billionen Dollar an der Nasdaq ein Wirtschaft

SpaceX reicht Antrag für historischen Börsengang mit Bewertung von 1,75 Billionen Dollar an der Nasdaq ein

Veröffentlicht am 25. Mai 2026 722 Aufrufe

SpaceX hat seinen S-1-Prospekt bei der Securities and Exchange Commission eingereicht und damit offiziell den Startschuss für den voraussichtlich größten Börsengang der Kapitalmarktgeschichte gegeben. Das von Elon Musk gegründete Unternehmen strebt eine Bewertung von 1,75 Billionen Dollar an und plant, bei seiner Notierung an der Nasdaq unter dem Tickersymbol SPCX am 12. Juni 2026 bis zu 75 Milliarden Dollar aufzunehmen. Die Transaktion übertrifft damit den Rekord von 35,4 Milliarden Dollar, den Saudi Aramco 2019 aufstellte, und verändert die Landschaft der öffentlichen Aktienmärkte grundlegend.

Die Unterlagen zeigen, dass Starlink, die Satelliten-Internet-Sparte von SpaceX, das einzige profitable Segment des Unternehmens darstellt und im ersten Quartal 2026 allein 3,26 Milliarden Dollar Umsatz erwirtschaftete, wobei mehr als 10,3 Millionen Abonnenten weltweit bedient werden. Starlink macht etwa 69 Prozent des Gesamtumsatzes aus und bildet damit den finanziellen Motor, der die enorme Bewertung trägt. Die Raketenstartsparte und das Starship-Tiefraumprogramm bleiben defizitär, verkörpern jedoch die langfristige Wachstumsthese, die Investoren seit Jahren fasziniert.

Die Investoren-Roadshow soll am 4. Juni beginnen, die Preisfestsetzung ist für den 11. Juni vorgesehen, einen Tag vor Handelsbeginn. Die von Goldman Sachs und Morgan Stanley angeführten Investmentbanken verwalten die Transaktion, die bereits eine beispiellose Nachfrage institutioneller Anleger hervorgerufen hat. Quellen, die mit dem Prozess vertraut sind, berichten, dass das Orderbuch innerhalb weniger Stunden nach den ersten Investorenpräsentationen überzeichnet war, was einen außergewöhnlichen Appetit auf Beteiligungen an der Weltraumwirtschaft widerspiegelt.

Die Governance-Struktur hat sich als zentrale Sorge institutioneller Investoren und Stimmrechtsberater herausgestellt. Laut den S-1-Unterlagen behält Musk 85,1 Prozent der Stimmrechtskontrolle durch eine Zwei-Klassen-Aktienstruktur, wobei Insider Klasse-B-Aktien mit deutlich höherer Stimmkraft als die öffentlich zugänglichen Klasse-A-Aktien halten. Diese Kontrollkonzentration übersteigt die der meisten großen Technologieunternehmen und hat eine Debatte über Corporate-Governance-Standards für Billionen-Dollar-Börsengänge ausgelöst.

Marktanalysten modellieren bereits die möglichen Auswirkungen auf die globalen Aktienmärkte. JPMorgan schätzt, dass passive Indexfonds, die den S&P 500 abbilden, etwa 950 Milliarden Dollar an bestehenden Technologiebeteiligungen verkaufen müssten, falls SpaceX einen Streubesitz von 50 Prozent erreicht und eine Marktkapitalisierung von 2 Billionen Dollar erzielt. Diese potenzielle Zwangsveräußerung hat Bedenken hinsichtlich kurzfristiger Volatilität bei großen Technologiewerten geweckt, obwohl einige Strategen argumentieren, dass die Neugewichtung nach der Indexaufnahme schrittweise über mehrere Quartale erfolgen dürfte.

Quellen: CNBC, CoinDesk, TradingKey, SatNews

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