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Zahl der Todesopfer bei Zugunglück in Spanien steigt auf 42 - Drei Tage Staatstrauer

Veröffentlicht am 21. Januar 2026 220 Aufrufe

Die Zahl der Todesopfer bei Spaniens schwerster Eisenbahnkatastrophe seit über einem Jahrzehnt ist auf 42 gestiegen, wobei die Behörden warnen, dass die Zahl auf 43 steigen könnte, während Rettungsteams weiterhin die Trümmer nahe der Stadt Adamuz in der Provinz Córdoba durchsuchen. Innenminister Fernando Grande-Marlaska bestätigte, dass vermutlich noch drei weitere Leichen in den entgleisten Waggons eingeschlossen sind.

Die katastrophale Kollision ereignete sich am Sonntagabend gegen 19:45 Uhr Ortszeit, als ein Iryo-Hochgeschwindigkeitszug auf dem Weg von Málaga nach Madrid mit etwa 300 Passagieren auf einem Streckenabschnitt bei Adamuz entgleiste. Drei seiner Waggons überquerten das Gegengleis und kollidierten heftig mit einem Renfe-Alvia-Zug, der von Madrid nach Huelva unterwegs war und etwa 200 Passagiere an Bord hatte. Der Aufprall schleuderte die ersten Waggons des Alvia-Zuges eine mehrere Meter tiefe Böschung hinunter.

Ermittler, die die Ursache der Katastrophe untersuchen, haben laut Quellen, die über erste Erkenntnisse informiert wurden, eine gebrochene Verbindung an den Schienen am Unfallort entdeckt. Verkehrsminister Óscar Puente enthüllte, dass sich der Unfall auf einem Streckenabschnitt ereignete, der im Mai 2025 renoviert wurde, wobei 700 Millionen Euro in eine Infrastruktur investiert wurden, die angeblich in einwandfreiem Zustand war. Die Entdeckung hat ernsthafte Fragen zu Wartungs- und Inspektionsprotokollen aufgeworfen.

Ministerpräsident Pedro Sánchez verkündete ab Montag drei Tage Staatstrauer und sagte seine geplante Teilnahme am Weltwirtschaftsforum in Davos ab, um den Unfallort zu besuchen und sich mit den Familien der Opfer zu treffen. Spaniens König Felipe VI. und Königin Letizia reisten ebenfalls nach Adamuz, um ihr Beileid auszusprechen und mit Überlebenden zu sprechen, die in örtlichen Krankenhäusern behandelt werden.

Die Tragödie ist Spaniens schwerster Eisenbahnunfall seit der Entgleisung von Santiago de Compostela 2013, bei der 79 Menschen starben, und der viertschwerste in der Geschichte des Landes. Die Rettungsarbeiten dauern rund um die Uhr an, wobei Hunderte von Einsatzkräften daran arbeiten, Opfer zu bergen und die Ursache zu untersuchen. Die Verkehrsbehörden haben eine umfassende Überprüfung der Sicherheitssysteme des Hochgeschwindigkeitsnetzes eingeleitet, während die Nation trauert.

Quellen: ABC News, Al Jazeera, CBS News, NBC News, Euronews, CBC News