Zurück zur Startseite Schweiz 2:0 Algerien: Erster Schweizer WM-K.o.-Sieg seit 88 Jahren Sport

Schweiz 2:0 Algerien: Erster Schweizer WM-K.o.-Sieg seit 88 Jahren

Veröffentlicht am 3. Juli 2026 569 Aufrufe

Die Schweiz zog am 2. Juli in Vancouver mit einem überzeugenden 2:0-Sieg gegen Algerien ins Achtelfinale der FIFA-Weltmeisterschaft 2026 ein und feierte damit den ersten Sieg in einer K.o.-Runde eines WM-Turniers seit 88 Jahren. Breel Embolo erzielte in der 10. Minute den Führungstreffer, und Dan Ndoye erhöhte nur 48 Sekunden nach Beginn der zweiten Halbzeit auf 2:0. Die Nati verlängerte damit ihre Serie auf zehn ungeschlagene Spiele unter Trainer Murat Yakin.

Das erste Tor entsprang einem beeindruckenden Sololauf von Johan Manzambi, dessen Vorstoß durch die algerische Abwehr die entscheidende Chance eröffnete. Nach dem Überwinden mehrerer Verteidiger legte Manzambi den Ball quer vor das leere Tor, und Embolo schob aus kurzer Distanz problemlos ein. Der frühe Treffer gab den Ton für eine Partie an, die die Schweiz trotz geringeren Ballbesitzes von Beginn bis Ende kontrollierte.

Algerien, das sich erstmals seit der WM 2014 in Brasilien für die K.o.-Phase qualifiziert hatte, tat sich über die gesamte Spielzeit schwer, klare Torchancen herauszuspielen. Trotz 56 Prozent Ballbesitz brachten die Nordafrikaner lediglich einen Expected-Goals-Wert von 0,73 zustande, während die Schweiz auf deutlich effizientere 2,52 kam. Die Diskrepanz verdeutlichte eine defensive Meisterleistung der Eidgenossen, die Algeriens Offensivbemühungen erstickten und gleichzeitig die wenigen eigenen Gelegenheiten eiskalt nutzten.

Das zweite Tor fiel mit verheerender Geschwindigkeit gleich nach dem Seitenwechsel. Nur 48 Sekunden nach Wiederanpfiff gelangte ein abgewehrter Flankenball zu Ndoye am Strafraumrand, und der Flügelspieler von Bologna jagte den Ball mit einem kraftvollen Schuss ins Netz, noch bevor sich Algeriens Defensive neu formierte. Der blitzschnelle Treffer beendete die Partie praktisch als Wettbewerb, und die Schweiz verwaltete den Rest des Spiels souverän.

Der Sieg hat eine enorme historische Bedeutung für den Schweizer Fußball. Seit der WM 1938 in Frankreich, als die Schweiz das Viertelfinale erreichte, hatte die Nationalmannschaft kein Spiel mehr in der K.o.-Runde einer Weltmeisterschaft gewonnen. Obwohl sich die Nati bei den drei vorangegangenen Turnieren jeweils für das Achtelfinale qualifiziert hatte, scheiterte sie jedes Mal in dieser Phase, was den diesjährigen Durchbruch für Spieler und Fans umso bedeutsamer macht.

Trainer Murat Yakins taktische Herangehensweise erfährt während des gesamten Turniers breite Anerkennung. Sein System aus disziplinierter Verteidigung und schnellem Umschaltspiel erwies sich als zu stark für ein algerisches Team, dem die nötige Durchschlagskraft fehlte. Yakins Bilanz gehört inzwischen zu den beeindruckendsten der jüngeren Schweizer Fußballgeschichte.

Die Schweiz trifft nun im Achtelfinale auf Kolumbien oder Ghana und strebt danach, das beste WM-Ergebnis ihrer Geschichte zu übertreffen. Für Algerien bedeutet die Niederlage ein enttäuschendes Ende einer vielversprechenden Kampagne, und das Team bleibt mit der Frage zurück, was gegen eine derart kompakte Schweizer Abwehr möglich gewesen wäre.

Quellen: ESPN, Al Jazeera, FIFA.com, beIN Sports

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