Ein Tanker hat seine Fahrt fortgesetzt, nachdem am Rumpf befestigte Sprengsätze in der Straße von Hormus einen Maschinenraumbrand ausgelöst hatten, berichtete Reuters am 30. Oktober. Die britische Seefahrtsstelle UKMTO meldete, die Besatzung sei sicher und es gebe keine Umweltschäden. Der Angriff erhöht die Gefahren für Handelsschiffe auf einer wichtigen Ölroute.
Der Vorfall ereignete sich am 29. Oktober etwa 25 Seemeilen nordöstlich von Khasab in Oman. Laut dem von der Schifffahrtsplattform gCaptain wiedergegebenen UKMTO-Bericht näherte sich ein kleines Boot der Backbordseite des Tankers und befestigte zwei Sprengsätze oberhalb der Wasserlinie. Die Explosionen legten das Schiff vorübergehend lahm. Anschließend gelang es, den Brand zu löschen.
Drei Quellen für Seesicherheit erklärten Reuters, bei dem Schiff handele es sich um die unter panamaischer Flagge fahrende Louise 1. Zum Einsatz kamen demnach Haftminen, also direkt am Schiffsrumpf befestigte Sprengkörper. Reuters zufolge blieb zunächst unklar, wer hinter dem Angriff stand; UKMTO nannte keinen Schiffsnamen.
Separat teilte Omans Zentrum für maritime Sicherheit mit, die Marine habe 25 Besatzungsmitglieder des unter panamaischer Flagge fahrenden Handelsschiffs RITI evakuiert, nachdem ein Angriff einen Brand verursacht hatte. Das berichtete AFP laut The Times of Israel. Diese Rettung betrifft einen gesondert gemeldeten Vorfall und klärt nicht, wer die Louise 1 angriff.
Fachleute warnten vor den Risiken kleiner Boote, die sich Schiffen nähern. gCaptain zitierte Martin Kelly von EOS Risk Group: Schiffe vor Anker könnten besonders durch unterhalb der Wasserlinie angebrachte Sprengsätze gefährdet sein. UKMTOs Angabe, der beschädigte Tanker fahre zum nächsten Hafen weiter, beschreibt lediglich seinen Zustand; die Identität der Angreifer bleibt im Reuters-Bericht offen.
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