Präsident Donald Trump brach am Dienstag nach China auf, um einen Staatsbesuch in Peking für den 14. und 15. Mai vorzubereiten, bei dem er hochrangige Gespräche mit Präsident Xi Jinping führen soll — inmitten schwelender Spannungen rund um den laufenden Iran-Konflikt. Vor dem Einsteigen in die Air Force One teilte Trump Reportern mit, die Vereinigten Staaten würden die Aufgabe gegen Iran erledigen, und ergänzte die Formulierung friedlich oder anderweitig, was zeigt, dass die Tür zu einer militärischen Eskalation trotz laufender diplomatischer Ansätze weiterhin offen steht.
Amerikanische Verbraucher tragen eine schmerzhafte finanzielle Last im Zusammenhang mit dem Iran-Krieg. Neuen CNBC-Daten zufolge hat der Anstieg der Benzin- und Dieselpreise seit Beginn der Feindseligkeiten die Haushalte insgesamt schätzungsweise 37 Milliarden Dollar gekostet, was ungefähr 284 Dollar pro Haushalt entspricht. Diese Daten unterstreichen die innenpolitischen wirtschaftlichen Folgen des Konflikts und haben den politischen Druck auf die Regierung erhöht, eine Lösung zu finden, bevor der Wahlkampf für die Halbzeitwahlen Fahrt aufnimmt.
Die Trump-Regierung intensivierte gleichzeitig ihren finanziellen Druck auf Teheran und verhängte Sanktionen gegen 12 Personen und Einrichtungen, denen vorgeworfen wird, den Verkauf von iranischem Öl durch die Islamische Revolutionsgarde an Käufer in China erleichtert zu haben. Die Maßnahme ist eine weitere Ebene der Kampagne des maximalen Drucks, die Washington betreibt, und zielt auf die Einnahmequellen ab, die das Weiße Haus als Finanzierungsquelle für iranische Militäraktivitäten und Stellvertreternetzwerke in der Region bezeichnet.
Ein Bericht der Washington Post, der sich auf Insider der Regierung stützte, deutete darauf hin, dass führende Trump-Berater nun ernsthafter eine Wiederaufnahme größerer Kampfoperationen gegen Iran in Betracht ziehen. Der Bericht beschrieb interne Diskussionen, die in den vergangenen Wochen konkreter geworden sind, während der diplomatische Fortschritt stagnierte, und legt nahe, dass Militärplaner Notfallangriffsszenarien für iranische Nuklear- und Militärinfrastrukturstandorte aktualisiert haben.
Die globalen Finanzmärkte reagierten mit deutlichen Verlusten auf die Nachrichten: Wichtige Aktienindizes in Asien, Europa und Nordamerika gaben nach, während Anleger höhere Risikoprämien im Zusammenhang mit Störungen der Ölversorgung einpreisten. Brent-Rohöl überstieg wichtige Widerstandsniveaus und verstärkte die Inflationssorgen weltweit. Analysten warnten, dass dauerhaft hohe Ölpreise mehrere Schwellenländer noch vor Jahresende in eine Rezession treiben könnten.
In einer Entwicklung, die erhebliche Aufmerksamkeit auf sich zog, erklärte der israelische Premierminister Benjamin Netanjahu öffentlich, dass er die jährliche amerikanische Militärhilfe für Israel von derzeit rund 3,8 Milliarden Dollar auf null reduzieren möchte. Die Äußerung überraschte viele Analysten und Gesetzgeber angesichts des Umfangs der aktuellen Sicherheitspartnerschaft, obwohl Vertraute Netanjahus darauf hinwiesen, dass die Bemerkung den Wunsch nach größerer israelischer strategischer Autonomie widerspiegele und keinen Bruch in den Beziehungen darstelle.
Außerdem erhielt die iranische Friedensnobelpreisträgerin Narges Mohammadi, die im Evin-Gefängnis aufgrund von Anklagen im Zusammenhang mit ihrem Menschenrechtsaktivismus festgehalten wird, von den iranischen Justizbehörden Kaution und verlegte man sie zur medizinischen Untersuchung in ein Krankenhaus. Menschenrechtsorganisationen begrüßten die vorübergehende Freilassung und betonten zugleich, dass alle Anklagepunkte gegen sie fallen gelassen und ihr das Recht auf freie Reise eingeräumt werden müsse.
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