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TSMC verzeichnet Rekordgewinn im vierten Quartal bei 35 Prozent Anstieg der KI-Chip-Nachfrage

Veröffentlicht am 17. Januar 2026 264 Aufrufe

Taiwan Semiconductor Manufacturing Company, der weltweit größte Auftragsfertiger für Chips, meldete am 15. Januar 2026 Rekordergebnisse für das vierte Quartal 2025. Der Nettogewinn des Unternehmens stieg im Jahresvergleich um 35 Prozent auf 505,74 Milliarden Taiwan-Dollar, was etwa 16 Milliarden US-Dollar entspricht, während der konsolidierte Umsatz um 20,5 Prozent auf 1.046,09 Milliarden Taiwan-Dollar zulegte.

Die außergewöhnliche Leistung wurde hauptsächlich durch die stark steigende Nachfrage nach Chips für künstliche Intelligenz angetrieben. Vorstandsvorsitzender C.C. Wei betonte, dass der Wandel vom mobilzentrierten Wachstum zur Nachfrage nach Hochleistungsrechnen nun abgeschlossen sei, wobei das HPC-Segment 58 Prozent des Gesamtumsatzes des Unternehmens ausmacht und Smartphones offiziell als wichtigsten Wachstumstreiber abgelöst hat.

Fortschrittliche Chips, die mit modernsten Fertigungsverfahren hergestellt werden, machten 2025 74 Prozent des Umsatzes aus, gegenüber 69 Prozent im Vorjahr. Wei ging direkt auf die Bedenken der Investoren bezüglich der Nachhaltigkeit der KI-Nachfrage ein und erklärte, dass künstliche Intelligenz real sei, und offenbarte, dass er Monate damit verbracht habe, die Nachfrageprognosen persönlich mit den globalen Cloud-Computing-Giganten zu verifizieren.

Mit Blick auf 2026 erhöhte TSMC seine Investitionsprognose drastisch auf 52 bis 56 Milliarden Dollar und signalisierte damit eine aggressive Wette auf die langfristige Nachhaltigkeit des Booms bei der Infrastruktur für künstliche Intelligenz. Die Prognose des Unternehmens für das erste Quartal 2026 sieht einen Umsatz zwischen 34,6 und 35,8 Milliarden Dollar vor, bei erwarteten Bruttomargen von 63 bis 65 Prozent.

Der Markt reagierte schnell auf die Ankündigung, wobei die TSMC-Aktien in den Sitzungen nach dem Bericht um mehr als 6 Prozent stiegen. Auch der europäische Lithografie-Ausrüster ASML verzeichnete einen Kursanstieg von 7 Prozent, da Investoren einen Anstieg neuer Ausrüstungsbestellungen erwarteten.

Quellen: CNBC, Reuters, Shacknews, TipRanks, WebProNews