Zwei Menschen starben und elf Besatzungsmitglieder überlebten dank eines Rettungseinsatzes, nachdem am 5. Oktober ein Frachter im Schwarzen Meer Feuer gefangen hatte und gesunken war, erklärten rumänische Behörden. Der ukrainische Präsident machte russische Drohnen verantwortlich. Rumäniens Innenministerium nannte keine Brandursache. Der Vorfall ereignete sich außerhalb rumänischer Hoheitsgewässer.
Die Küstenwache erhielt laut Ministerium gegen 11 Uhr Ortszeit einen Alarm. Das Schiff befand sich in Rumäniens ausschließlicher Wirtschaftszone, rund 30 Seemeilen südlich von Sfântul Gheorghe. Ein Küstenwachschiff koordinierte die Suche und Rettung. Ein Hubschrauber nahm Verletzte mit einer Seilwinde auf, damit sie medizinische Nothilfe erhielten.
Laut Reuters identifizierte Rumäniens Schifffahrtsbehörde den Frachter als Royad Mammadov. Der Ortungsdienst VesselFinder zeigte ihn unter der Flagge von St. Kitts und Nevis auf dem Weg nach Ravenna in Italien, nach einem Aufenthalt im ukrainischen Hafen Ismajil. Diese Angaben beschreiben Route und Registrierung, klären jedoch nicht die Ursache des Untergangs.
Präsident Wolodymyr Selenskyj erklärte, zwei russische Drohnen hätten ein türkischen Eigentümern gehörendes ziviles Schiff mit Maisladung getroffen. An Bord seien aserbaidschanische und indische Staatsangehörige gewesen. Er meldete den Tod des Kapitäns und eine vermisste Person, während rumänische Behörden zwei Tote nannten. Die Berichte lösten diesen Unterschied bei den Opferangaben nicht auf.
Russische Behörden äußerten sich laut Reuters zunächst nicht zu diesem Vorfall. Die Agentur berichtete, ein früheres Bulletin des russischen Verteidigungsministeriums habe Angriffe auf zwei Frachtschiffe gemeldet. Diese Erklärung stellte im Bericht keinen Zusammenhang mit diesem konkreten Schiff her. Rumäniens Mitteilung bestätigte Rettungen und Todesfälle, ohne Verantwortung für den Brand zuzuschreiben.
Der Untergang betraf eine wichtige Handelsroute, die seit Russlands großangelegtem Einmarsch in die Ukraine 2022 unter dem Krieg leidet, berichtete AP. Selenskyj erklärte, die Ukraine habe Schritte zum Abbau von Spannungen und zum Schutz der Schifffahrt im Schwarzen Meer vorgeschlagen. Die Brandursache blieb in Rumäniens Darstellung ungeklärt, getrennt von der ukrainischen Beschuldigung.
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