Zurück zur Startseite US-Inflation im August bei 3,4 Prozent, Konsumausgaben steigen Wirtschaft

US-Inflation im August bei 3,4 Prozent, Konsumausgaben steigen

Veröffentlicht am 1. Oktober 2026 0 Aufrufe

Die Verbraucherpreise in den USA stiegen im August gegenüber dem Vorjahr um 3,4 Prozent, während die Ausgaben der Haushalte gegenüber Juli um 0,9 Prozent zunahmen. Das teilte das Bureau of Economic Analysis des Handelsministeriums am Mittwoch, dem 30. September, mit. Die Jahresrate entsprach dem revidierten Juliwert und lag laut Associated Press unter der Prognose von 3,7 Prozent. Die Nachfrage blieb damit kräftig, obwohl die Teuerung das Inflationsziel der US-Notenbank von zwei Prozent deutlich übertraf.

Die Zahlen stammen aus dem Bericht über persönliche Konsumausgaben, dem PCE-Bericht. Die Federal Reserve beobachtet diesen Preisindex genau, wenn sie über Zinssätze entscheidet. Das Statistikamt bezog auch eine jährliche Aktualisierung der volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen ein und revidierte monatliche Einkommens- und Ausgabenschätzungen rückwirkend bis Januar 2021. Der amerikanische Bankenverband betonte, dass die revidierte Jahresrate für Juli ebenfalls 3,4 Prozent betrug; die Jahresrate sank im August folglich nicht gegenüber dem Vormonat.

Von Juli auf August erhöhten sich die Preise laut Bundesbehörde um 0,3 Prozent, nach 0,1 Prozent im vorherigen Monat. Ohne Lebensmittel und Energie stieg der Index binnen eines Monats um 0,2 Prozent und binnen eines Jahres um 3,0 Prozent. Der Bankenverband erklärte, die Kernrate habe eine Prognose von 3,3 Prozent unterschritten, entspreche aber dem revidierten Juliwert. Einen Teil der Abweichung von den Erwartungen führte er auf eine technische Neuberechnung der amtlichen Statistik zurück.

Die Konsumausgaben nahmen im August um 190,8 Milliarden Dollar oder 0,9 Prozent zu, nachdem sie im Juli um 0,1 Prozent gestiegen waren, meldete das Amt. Auf Waren entfielen 114,1 Milliarden Dollar des Zuwachses und auf Dienstleistungen 76,7 Milliarden. Preisbereinigt stiegen die Ausgaben um 0,6 Prozent. Demnach kauften die Haushalte insgesamt mehr und zahlten nicht lediglich höhere Preise für unveränderte Mengen.

Die persönlichen Einkommen stiegen um 0,2 Prozent und die verfügbaren Einkommen um 0,3 Prozent. Inflationsbereinigt blieb das verfügbare Einkommen jedoch unverändert. Die Sparquote lag laut Statistikamt bei 4,1 Prozent. Associated Press berichtete, dass US-Finanzmärkte nach der Veröffentlichung zunächst zulegten, weil Händler den Zeitpunkt einer möglichen weiteren Zinserhöhung der Federal Reserve neu bewerteten. Der Bankenverband verwies auf Risiken für Haushaltsbudgets und Verbraucherkredite durch anhaltenden Preisdruck.

Der Bericht liefert der Notenbank zugleich Hinweise auf anhaltende Inflation und robusten Konsum. Die Federal Reserve hob ihren Leitzins nach Angaben von Associated Press bereits in diesem Monat an; für ihre nächste Entscheidung werden weitere Daten wichtig sein. Das Bureau of Economic Analysis plant, den Bericht über Einkommen und Ausgaben im September am 29. Oktober zu veröffentlichen. Er soll neue Hinweise auf Preise und Nachfrage der Haushalte liefern.

Quellen: U.S. Bureau of Economic Analysis (https://www.bea.gov/news/2026/personal-income-and-outlays-august-2026); Associated Press (https://apnews.com/article/consumer-spending-inflation-tariffs-wages-01d0c6f32f74d9101a39ca6007813b61); American Bankers Association Banking Journal (https://bankingjournal.aba.com/2026/09/aba-databank-inflation-remains-above-target/)

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