Das Vertrauen der Verbraucher in die US-Wirtschaft sank im September um 6,7 Punkte auf 81,9 nach 88,6 im August, teilte das Conference Board am Dienstag, dem 29. September, mit. Damit erreichte der Wert den niedrigsten Stand seit 2014. Nach Angaben der Forschungseinrichtung in New York beurteilten Haushalte sowohl die aktuelle Geschäftslage als auch die kommenden Monate skeptischer. Reuters berichtete, dass befragte Ökonomen einen Wert von 89,2 erwartet hatten.
Der monatliche Index erfasst die Einschätzung der Haushalte zur Wirtschaft; sein Basiswert für 1985 beträgt 100. Das Conference Board befragte die Teilnehmer für die vorläufigen Septemberzahlen vom 1. bis zum 23. September. In diese Zeit fielen eine Zinserhöhung der US-Notenbank und anhaltende geopolitische Spannungen. Toluna führt die Onlinebefragung durch. Die Ergebnisse beschreiben Einschätzungen und messen weder Ausgaben noch Wirtschaftsleistung unmittelbar.
Der Index für die gegenwärtige Lage fiel um 7,9 Punkte auf 109,3. Der Erwartungsindex für die nächsten sechs Monate gab um 5,9 Punkte auf 63,6 nach; laut Conference Board war dies der dritte monatliche Rückgang in Folge. Chefökonomin Dana Peterson erklärte, die Bewertung der aktuellen Geschäftslage sei erstmals seit September 2024 negativ ausgefallen. Auch die Einschätzung des Arbeitsmarkts verschlechterte sich, blieb jedoch insgesamt positiv.
Peterson zufolge nannten die Befragten häufiger hohe Preise, besonders Kraftstoffkosten, als Belastung. Der Anteil der Menschen, die die Geschäftslage als schlecht einstuften, stieg von 17,3 auf 20,4 Prozent. Reichlich Arbeitsplätze sahen 23,6 Prozent nach 24,5 Prozent im August; 21,9 Prozent hielten Stellen für schwer zu finden, nach 20,3 Prozent. Für die kommenden sechs Monate erwarteten 28,4 Prozent weniger Arbeitsplätze, verglichen mit 26,1 Prozent zuvor.
Die durchschnittliche Inflationserwartung für die nächsten zwölf Monate stieg laut Conference Board um 0,3 Prozentpunkte auf 6,1 Prozent. Der Anteil der Befragten, die höhere Zinsen erwarten, nahm um 5,2 Punkte auf 68,4 Prozent zu. Geplante Ausgaben für frei wählbare Dienstleistungen wie Hotels, Flugreisen und Kinobesuche gingen zurück. Auch die Kaufpläne für Autos und Häuser sanken im gleitenden Sechsmonatsdurchschnitt leicht.
Die Umfrage deutet auf eine gedrückte Stimmung hin, während Unternehmen beobachten, ob hohe Preise und Kreditkosten die Nachfrage dämpfen. Aus dem Index allein lässt sich kein tatsächlicher Rückgang der Haushaltsausgaben ableiten. Das Conference Board meldete, dass 42,6 Prozent der Befragten weiterhin einen Urlaub binnen sechs Monaten planen, etwas mehr als im August. Der nächste Bericht soll am 27. Oktober erscheinen und neue Hinweise auf die Erwartungen der Haushalte geben.
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