Die Vereinigten Staaten haben am Montag, dem 28. September, weniger strenge Vorgaben für den Kraftstoffverbrauch neuer Pkw und leichter Nutzfahrzeuge beschlossen. Nach Angaben des Verkehrsministeriums erreicht die gemeinsame Fahrzeugflotte im Modelljahr 2031 voraussichtlich durchschnittlich etwa 34,9 Meilen pro Gallone. Die bisherigen Regeln sahen laut Associated Press für dieses Jahr einen Wert von 50,4 Meilen pro Gallone vor. Die Entscheidung verändert eine wichtige Bundespolitik zur Effizienz von Fahrzeugen und zu klimaschädlichen Emissionen.
Die sogenannten CAFE-Standards legen Anforderungen an den Durchschnitt der Fahrzeugflotten einzelner Hersteller fest, nicht denselben Wert für jedes Modell. Das Programm besteht seit den 1970er Jahren. Die neue Regel umfasst die Modelljahre 2022 bis 2031 und gehört zum breiteren Rückzug der Regierung von Donald Trump aus Maßnahmen zur Förderung von Elektroautos. Das Ministerium betont, dass der für 2031 erwartete Durchschnitt dennoch über den 30,1 Meilen pro Gallone des Modelljahres 2024 liege.
Verkehrsminister Sean Duffy erklärte, die Vorgaben verschafften den Herstellern mehr Spielraum und senkten die Preise neuer Fahrzeuge. Sein Ministerium schätzt die durchschnittliche Preissenkung auf 1.300 Dollar pro Fahrzeug und die Ersparnis für Amerikaner binnen fünf Jahren auf 138 Milliarden Dollar. Diese Zahlen sind Prognosen der Regierung und keine bereits beobachteten Preisnachlässe. Für 2050 erwartet das Ministerium außerdem einen jährlichen Ölverbrauch, der etwa 1,3 Milliarden Barrel unter dem von 2024 liegt; dieser Vergleich zeigt keinen Unterschied zu den bisherigen Regeln.
Umweltverbände warnen, dass schwächere Anforderungen im Vergleich zur alten Politik zu mehr Benzinverbrauch und Verschmutzung führen könnten. Nach Angaben der Associated Press sollten die früheren Standards bis 2050 insgesamt 14 Milliarden Gallonen Benzin einsparen. Auf den Verkehr entfielen rund 28 Prozent der amerikanischen Treibhausgasemissionen, wie der Guardian berichtet. Der Sierra Club kündigte Widerstand gegen die Änderung an und verwies darauf, dass eine geringere Effizienz auch die Kraftstoffkosten der Fahrer erhöhen könne.
Der Branchenverband Alliance for Automotive Innovation begrüßte Vorgaben, die aus seiner Sicht besser zu Marktbedingungen und Kundennachfrage passen. Auch Ford und General Motors äußerten Unterstützung und prüfen laut Associated Press zugleich die Folgen der Regel. Die endgültige Verordnung ändert ferner ab dem Modelljahr 2030 die Einstufung einiger kleiner Crossover und beendet ab dem Modelljahr 2028 den Handel mit CAFE-Gutschriften. Hersteller und Umweltgruppen prüfen nun, welche Folgen diese Bestimmungen für künftige Fahrzeuge und deren Emissionen haben.
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