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USA greifen iranische Startvorrichtungen auf Larak an

Veröffentlicht am 30. August 2026 0 Aufrufe

US-Streitkräfte griffen am Sonntag, dem 30. August, zwei iranische Startvorrichtungen auf der Insel Larak nahe der Straße von Hormus an. Es ist der erste bestätigte amerikanische Militäreinsatz gegen Iran seit mehr als einem Monat. Hauptmann Tim Hawkins, Sprecher des US-Zentralkommandos, erklärte, Angehörige der Revolutionsgarden hätten Raketen mit Seeminen zum Abschuss in die Wasserstraße vorbereitet. Die Garden bestätigten einen Angriff und meldeten mehrere getötete oder verletzte Kämpfer und Zivilisten, nannten aber keine genaue Zahl.

Die amerikanische Darstellung bezeichnete den Einsatz als vorbeugenden Schlag gegen Ausrüstung, die den Schiffsverkehr gefährden könne. Unabhängige Stellen haben die Behauptung über die Vorbereitung minentragender Raketen bislang nicht bestätigt. Die iranischen Agenturen Fars und Tasnim meldeten zunächst eine Explosion und einen möglichen Drohnenangriff nahe der Insel. Larak liegt in der südlichen Provinz Hormozgan östlich von Qeshm. Später verbreitete der staatliche Sender IRIB die Bestätigung der Opfer durch die Garden.

Der Vorfall beendet eine Ruhephase, die nach der amerikanischen Angriffspause an Irans Südküste und an der Meerenge Ende Juli begann. Laut US-Vertretern, auf die sich AP und Axios berufen, schlossen amerikanische Kräfte vergangene Woche die Räumung von Seeminen aus internationalen Fahrrinnen ab. Eine von den USA beaufsichtigte Marinekoalition teilte am Sonntag dennoch mit, der kommerzielle Verkehr bleibe eingeschränkt. Die Passage hat damit ihr Muster aus der Zeit vor dem Krieg noch nicht erreicht.

Die Straße von Hormus zählt zu den wichtigsten Energiekorridoren der Welt; normalerweise fließt ungefähr ein Fünftel der globalen Ölversorgung durch sie. AP zufolge nutzten vor dem Konflikt täglich rund 130 Schiffe die Passage. Präsident Donald Trump erklärte hingegen, in der vergangenen Woche seien nur 24 Schiffe hindurchgefahren. Die britische Seeverkehrsstelle UKMTO meldete außerdem, ein unbekanntes Geschoss habe am Samstag nördlich von Khasab in Oman einen einlaufenden Tanker getroffen. Opfer oder Umweltschäden gab es den Angaben zufolge nicht, und niemand übernahm sofort die Verantwortung.

Irans Garden kündigten eine Bestrafung des Angreifers für den Schlag auf Larak an. Dadurch steigt das Risiko neuer Gefechte an einer Route für Öl- und Flüssiggastanker. Die Erklärung identifizierte die Toten und Verletzten nicht und trennte militärische sowie zivile Opfer nicht eindeutig. Die USA veröffentlichten zunächst keine eigene Opferbilanz. Auch die bei dem amerikanischen Einsatz eingesetzten Waffen gingen aus den ersten Berichten nicht hervor.

Der Angriff folgt nur wenige Tage nach Washingtons Ankündigung, gegenüber Teheran vor allem wirtschaftlichen Druck einzusetzen. Die Rückkehr militärischer Gewalt markiert deshalb eine bedeutsame Veränderung. Die Lage der Schifffahrt, eine mögliche iranische Reaktion und weitere amtliche Erklärungen entscheiden darüber, ob der Vorfall begrenzt bleibt oder eine breitere Kampfphase eröffnet. Bis neue Belege vorliegen, bleiben Einsatzzweck und Opferangaben den jeweiligen Behörden zugeschriebene Aussagen.

Quellen: Associated Press, Reuters, U.S. Central Command spokesperson, Iran state broadcaster IRIB, Al Jazeera, Axios

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