Zurück zur Startseite Vinicius-Tor und Rassismus-Eklat beim 1:0-Sieg von Real Madrid gegen Benfica in der Champions League Sport

Vinicius-Tor und Rassismus-Eklat beim 1:0-Sieg von Real Madrid gegen Benfica in der Champions League

Veröffentlicht am 17. Februar 2026 625 Aufrufe

Real Madrid sicherte sich am Dienstagabend einen knappen, aber entscheidenden 1:0-Sieg gegen Benfica im Hinspiel der Champions-League-Playoffs im Estadio da Luz in Lissabon. Vinicius Junior erzielte das einzige Tor des Spiels mit einem sehenswerten Schlenzer aus spitzem Winkel in der 50. Minute, doch ein zutiefst beunruhigender Rassismus-Vorfall überschattete die Partie. Das Spiel lag etwa zehn Minuten still, und ein dunkler Schatten legte sich über den gesamten Abend.

Das Spiel begann mit einer klaren Dominanz von Real Madrid. Die Mannschaft von Carlo Ancelotti kontrollierte den Ballbesitz und erarbeitete sich in der ersten Halbzeit mehrere klare Torchancen, doch Benfica-Torhüter Anatoliy Trubin zeigte eine Reihe kluger Paraden und hielt die Portugiesen bis zur Pause im Spiel. Der ukrainische Schlussmann entschärfte Versuche von Kylian Mbappe und Jude Bellingham mehrfach und frustrierte so den spanischen Giganten, der sich einen komfortablen Vorsprung für das Rückspiel verschaffen wollte.

Der Durchbruch gelang fünf Minuten nach Beginn der zweiten Halbzeit: Vinicius Junior empfing den Ball auf der linken Seite und setzte einen atemberaubenden Schlenzer aus spitzem Winkel ins Netz, der an Trubin vorbeiflog und sich in der fernen Ecke einschlug. Das Tor zeigte die individuelle Brillanz des brasilianischen Stürmers, doch die darauf folgenden Ereignisse erschütterten die Fußballwelt. Nach seinem Torjubel beschuldigte Vinicius ein Mitglied des Benfica-Trainerstabs, eine rassistische Bemerkung gegen ihn gerichtet zu haben. Der sichtlich aufgelöste Spieler verließ das Spielfeld und setzte sich auf die Bank von Real Madrid.

Der Schiedsrichter leitete umgehend das Anti-Rassismus-Protokoll der UEFA ein und unterbrach das Spiel für rund zehn Minuten. Nach Beratungen mit den Spieloffiziellen und beiden Mannschaften erhielt das beschuldigte Mitglied des Benfica-Trainerstabs einen Platzverweis. Auch Benfica-Trainer Jose Mourinho sah die Rote Karte während der chaotischen Szenen an der Seitenlinie. Der Vorfall löste breite Verurteilung von Spielern und Funktionären beider Seiten aus, und Vinicius kehrte schließlich mit Unterstützung seiner Mitspieler und Betreuer auf das Spielfeld zurück.

Die Atmosphäre im Estadio da Luz schlug nach dem Vorfall ins Feindselige um. Jede Ballberührung von Vinicius und Mbappe begleiteten laute, anhaltende Pfiffe der 66.387 Heimfans. In den Schlussminuten verschärfte sich die Situation weiter, als Wasserflaschen und andere Wurfgeschosse aus den Zuschauerrängen auf die Spieler von Real Madrid flogen. Vinicius erklärte anschließend, er spiele in Spanien, wo er viel gelitten habe und weiterhin unter rassistischen Beleidigungen leide, und verwies auf die hartnäckige Natur dieses Problems im europäischen Fußball.

Trotz der hässlichen Szenen bewahrte Real Madrid die Ruhe, verteidigte das Ergebnis und nimmt nun einen 1:0-Vorsprung mit ins Rückspiel im Santiago Bernabeu. Ancelottis Team war die klar bessere Mannschaft und hätte ohne Trubins Glanzleistungen und einige Abschlussschwächen deutlicher gewinnen können. Die UEFA plant eine gründliche Untersuchung der Vorfälle, und Benfica drohen Sanktionen wegen des Verhaltens von Personal und Zuschauern. Das Rückspiel im Bernabeu verspricht eine emotional aufgeladene Partie, bei der Vinicius mit Sicherheit einen leidenschaftlichen Empfang der Heimfans erfahren dürfte.

Quellen: ESPN, VAVEL, FOX Sports, Outlook India

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