Rauch von Bränden führte am 9. Oktober in Manaus in Brasilien zu Schulschließungen und Einschränkungen der Verwaltung, als sich die Luftqualität verschlechterte. Die Stadt setzte die Präsenzarbeit in ihren Verwaltungsbüros aus. UOL berichtete über die Absage kommunaler Schulaktivitäten zum Schutz von Schülern und Beschäftigten.
Die Hauptstadt des Bundesstaates Amazonas verzeichnete laut Stadt an jenem Morgen durchschnittlich 196,4 Mikrogramm Schadstoffe pro Kubikmeter Luft. Seit mehreren Tagen komme Rauch von Bränden im Landesinneren von Amazonas und anderen Bundesstaaten an. Betroffen seien neben den Einwohnern auch Familien außerhalb der Hauptstadt.
Verwaltungsbeschäftigte arbeiteten laut Mitteilung von zu Hause, damit öffentliche Dienstleistungen über digitale Wege weiterlaufen konnten. Unverzichtbare Dienste einschließlich der Einrichtungen zur medizinischen Grundversorgung blieben geöffnet. So blieb trotz eingeschränkter Büropräsenz der Zugang zu örtlicher medizinischer Hilfe erhalten.
Laut UOL galt die Unterrichtsabsage ausnahmsweise für Freitag und betraf auch spezialisierte Betreuungszentren, städtische Kunstbildungszentren und den Parque Cidade da Criança. Die Bundesuniversität von Amazonas und das Bundesinstitut von Amazonas hatten den Präsenzunterricht bereits am Donnerstag wegen der verschmutzten Luft ausgesetzt.
Die städtische Gesundheitsbehörde hatte im September gewarnt, Rauch, Hitze und schlechte Luft könnten Augen und Atemwege reizen, Flüssigkeitsmangel sowie Lungen- und Herzkomplikationen auslösen. Als besonders gefährdet nannte sie Kinder, ältere Menschen, Schwangere und Personen mit Vorerkrankungen wie Asthma und Bronchitis.
UOL zufolge rieten Behörden zu PFF2-Masken, ausreichendem Trinken, dem Verzicht auf Sport und der Beachtung amtlicher Warnungen. Die Stadt erklärte, sie verstärke Kontrollen, Vorbeugung und Brandbekämpfung gegen Feuer im Stadtgebiet sowie Luftüberwachung und Hilfe für Einwohner. Weitere Schutzmaßnahmen kündigte sie ebenfalls an.
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