Zurück zur Startseite WMO erwartet stärkeres El Niño und wachsende Hitze- und Niederschlagsrisiken Umwelt

WMO erwartet stärkeres El Niño und wachsende Hitze- und Niederschlagsrisiken

Veröffentlicht am 9. Oktober 2026 9 Aufrufe

Die Weltorganisation für Meteorologie erklärte am 8. Oktober, El Niño werde sich bis zum Höhepunkt im Dezember verstärken und weltweit Risiken für Hitze, Dürren und Überschwemmungen erhöhen. Laut Reuters beziffert ihre Saisonprognose die Wahrscheinlichkeit eines Fortbestehens bis Februar 2027 auf nahezu 100 Prozent.

Die UN-Organisation erwartet im zentralen und östlichen äquatorialen Pazifik für Oktober–Dezember Meerestemperaturen im Mittel etwa 3,7 °C über dem Normalwert. Das überträfe den bisherigen Saisonrekord von 2,6 °C im Zeitraum November 2015–Januar 2016. Die Werte betreffen eine regionale Meeresprognose, keinen gemessenen globalen Temperaturanstieg.

El Niño ist die warme Phase eines natürlichen Pazifikzyklus, der weltweit das Wetter verändert. Laut Reuters tritt das Phänomen meist alle zwei bis sieben Jahre auf und kann manchen Regionen Dürre, anderen heftigen Regen bringen. Der neue Bericht erwartet überdurchschnittliche Temperaturen in großen Teilen der Welt.

WMO-Chefin Celeste Saulo erklärte, das Ereignis könnte zu den stärksten seit mindestens 1950 zählen. El Niño setze bereits gespeicherte Wärme aus dem Ozean frei, der jetzt mehr Wärme enthalte. Laut WMO stützt sich die Fortdauerprognose auf 13 Vorhersagezentren, die Bojen-, Satelliten- und Wetterballonmessungen austauschen.

Das US-Klimavorhersagezentrum stellte am 8. Oktober ebenfalls eine Verstärkung fest: Mehr Regen fiel über dem zentralen und östlichen Pazifik, weniger über Indonesien. Es betonte, ein starkes Ereignis erhöhe die Wahrscheinlichkeit typischer El-Niño-Folgen, garantiere sie jedoch für keine bestimmte Region.

Die WMO erwartet außerdem den Höhepunkt eines positiven Indischen-Ozean-Dipols im Oktober und danach eine Abschwächung, während der äquatoriale Atlantik überdurchschnittlich warm bleibt. Auch diese Meeresbedingungen fließen in die Saisonprognose ein. Das US-Zentrum aktualisiert seine ENSO-Diagnose am 12. November und bewertet dann die weitere Entwicklung.

Quellen: World Meteorological Organization (https://wmo.int/media/news/sea-surface-temperatures-reflect-strengthening-el-nino); Reuters (https://www.marketscreener.com/news/un-weather-body-says-el-ni-o-set-to-intensify-and-last-until-february-2027-ce785ddede80f72c); NOAA Climate Prediction Center (https://www.cpc.ncep.noaa.gov/products/analysis_monitoring/enso_advisory/ensodisc.shtml)

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