Jemens international anerkannte Regierung kündigte am Sonntag, dem 4. Oktober, eine Offensive zur Rückeroberung der von den Huthi gehaltenen Gebiete an. Präsidialratschef Raschad al-Alimi will die Staatsgewalt landesweit wiederherstellen, berichteten Reuters und die staatliche Agentur SABA. Iran unterstützt die Huthi.
Die Ankündigung folgt auf Vorstöße der Huthi bei Taiz im Südwesten. Laut AP beeinträchtigten die Kämpfe eine wichtige Straße zwischen Taiz und dem Regierungssitz Aden. Diese Verbindung rückt damit in den Mittelpunkt der erneuten Auseinandersetzung.
Jemens Streitkräfte erklärten am frühen Sonntag, Ziele in der Hauptstadt Sanaa und der Huthi-Hochburg Saada anzugreifen, berichtete Reuters. Ein Militärsprecher bezeichnete die Ziele als wesentlich, nannte aber keine Einzelheiten. Welche Schäden die Angriffe verursachten, geht aus der Erklärung nicht hervor.
Der Huthi-Fernsehsender Al Masirah schrieb einen Angriff auf Sanaa Saudi-Arabien zu. Laut Reuters lag zunächst keine saudische Bestätigung vor. Dieser Bericht und die jemenitische Militärerklärung bleiben getrennt zugeordnete Behauptungen; keine klärt den gesamten Umfang saudischer Beteiligung an diesen Angriffen.
Reuters zufolge ruhten die Kämpfe zwischen den Huthi und den Kräften der von Riad unterstützten Regierung nach einer Waffenruhe 2022 weitgehend. Die neuen Feindseligkeiten greifen aus dem umfassenderen Krieg zwischen Iran und den USA über und verleihen dem Konflikt im Jemen eine regionale Dimension.
Al-Alimi erklärte laut SABA, die Kampagne solle staatliche Institutionen im ganzen Land durchsetzen. Dies beschreibt ein Ziel, keine bestätigten Gebietsgewinne. Der erste Reuters-Bericht enthielt keine detaillierte Bewertung der Angriffe. Ihre Ergebnisse und der Fortschritt der Operation bleiben ungeprüft.
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