Die Gruppenphase der FIFA-Weltmeisterschaft 2026 nähert sich ihrem Ende, und die erstmals ausgetragene Runde der 32 des erweiterten Turniers nimmt rasch Gestalt an. Mit den abgeschlossenen Gruppen A, B und C sowie mehreren anderen, die ihre letzten Spiele am 25. Juni austragen, zeichnet sich ein klareres Bild der K.-o.-Runde ab, die den weiteren Verlauf dieses historischen Wettbewerbs in Nordamerika bestimmen wird.
Mitgastgeber Mexiko lieferte in Gruppe A eine Leistung für die Geschichtsbücher ab und gewann alle drei Spiele für eine perfekte Ausbeute von neun Punkten — ein Novum in der WM-Geschichte des Landes. Die Kampagne gipfelte in einem dominanten 3:0-Sieg über Tschechien, das mit nur einem Punkt die Heimreise antrat. Gleichzeitig schrieb Südafrika Fußballgeschichte und qualifizierte sich erstmals überhaupt für die K.-o.-Runde, dank eines hart erkämpften 1:0-Sieges über Südkorea. Die vier Punkte der Bafana Bafana reichten für den zweiten Platz, während Südkorea mit drei Punkten ausschied.
Gruppe B bot einen faszinierenden Dreikampf um die Qualifikation. Die Schweiz setzte sich mit sieben Punkten als Gruppensieger durch und besiegte Kanada 2:1, wobei Vargas und Manzambi trafen, bevor Promise David für die Kanadier verkürzte. Trotz der Niederlage zog Kanada mit sechs Punkten auf dem zweiten Platz weiter. In einer bemerkenswerten Wendung schaffte auch Bosnien-Herzegowina den Sprung in die nächste Runde als eines der besten Drittplatzierten Teams nach einem überzeugenden 3:1-Sieg über Katar, das mit null Punkten aus drei Spielen den letzten Platz belegte.
Brasilien unterstrich seine Ambitionen als Titelkandidat in Gruppe C und besiegte Schottland 3:0, wobei Vinicius Junior mit einem brillanten Doppelpack glänzte. Die Seleção beendete die Gruppe mit sieben Punkten an der Spitze, punktgleich mit Marokko, das sich auf spektakuläre Weise qualifizierte. Die Löwen vom Atlas bezwangen Haiti 4:2 in einem packenden Spiel, in dem sie zweimal in Rückstand gerieten, bevor sie das Blatt eindrucksvoll wendeten. Schottland und Haiti verabschiedeten sich mit drei beziehungsweise null Punkten aus dem Turnier.
Auf der anderen Seite des Kontinents hatten die USA als Mitgastgeber ihren Platz als Sieger der Gruppe D bereits vor dem letzten Spiel gegen die Türkei am 25. Juni gesichert — der erste Gruppensieger-Titel seit dem Turnier 2010 in Südafrika. Deutschland strebt in Gruppe E ebenfalls eine makellose Gruppenphase an, während Gruppe F ein fesselndes Duell zwischen den Niederlanden und Japan bereithält.
Das erweiterte Format mit 48 Mannschaften und zwölf Vierergruppen hat die Runde der 32 als völlig neue K.-o.-Phase eingeführt — ein Novum in der WM-Geschichte. Die beiden Erstplatzierten jeder Gruppe qualifizieren sich automatisch, während die acht besten Drittplatzierten ebenfalls weiterkommen. Zu den bestätigten Qualifikanten gehören bisher Mexiko, Südafrika, die Schweiz, Kanada, Bosnien-Herzegowina, Brasilien, Marokko, die USA, Deutschland, Frankreich, Norwegen und Argentinien, wobei weitere Teams hinzukommen werden, sobald die verbleibenden Gruppen abgeschlossen sind.
Mehrere historische Geschichten haben diese Gruppenphase über die reinen Ergebnisse hinaus geprägt. Norwegen qualifizierte sich erstmals seit der WM 1998 in Frankreich für die K.-o.-Runde, während Südafrika und Bosnien-Herzegowina absolutes Neuland betreten. Die beiden Mitgastgeber Mexiko und die USA haben ihre Stärke durch den Gewinn ihrer jeweiligen Gruppen unter Beweis gestellt und die Bühne für eine elektrisierendes Achtelfinale in den kommenden Tagen bereitet.
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