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Arktisches Märchen: Bodo/Glimt demütigt Sporting CP mit 3:0 in der Champions League

Veröffentlicht am 11. März 2026 858 Aufrufe

In einer der außergewöhnlichsten Geschichten der Champions-League-Historie zerlegte Bodo/Glimt den portugiesischen Giganten Sporting CP am Dienstag im Aspmyra Stadion mit 3:0 und steht nun mit einem Bein im Viertelfinale. Der kleine norwegische Verein aus einem arktischen Fischereihafen jenseits des Polarkreises mit kaum 50.000 Einwohnern lieferte eine Leistung von atemberaubender Qualität gegen den ehemaligen Verein von Ruben Amorim und schrieb ein weiteres Kapitel in seinem bemerkenswerten europäischen Märchen.

Die Gastgeber gingen in der 32. Minute in Führung, als Sondre Brunstad Fet einen Elfmeter verwandelte, nachdem Georgios Vagiannidis Fet im Strafraum gefoult hatte. Das Vergehen war eindeutig, und der Schiedsrichter zeigte ohne Zögern auf den Elfmeterpunkt. Fet trat an und verwandelte souverän, woraufhin das Aspmyra Stadion in einen Hexenkessel verwandelte. Dieser Treffer gab den Takt vor für eine dominante Vorstellung der norwegischen Meister.

Bodo/Glimt baute den Vorsprung kurz vor der Halbzeitpause aus, als Ole Didrik Blomberg in der Nachspielzeit der ersten Hälfte aus spitzem Winkel eiskalt abschloss. Das Tor war ein Dolchstoß für Sportings Hoffnungen, mit nur einem Tor Rückstand in die Pause zu gehen. Der Jubel der Heimfans hallte durch die arktische Nacht, während die Gäste völlig geschockt in die Kabine gingen, denn sie hatten diese Begegnung eigentlich dominieren sollen.

Das dritte Tor fiel in der 71. Minute und war ein Kunstwerk. Jens Petter Hauge, der ehemalige Flügelspieler des AC Mailand, der bei Bodo/Glimts europäischen Abenteuern eine Schlüsselrolle spielt, setzte sich auf der linken Seite gegen seinen Gegenspieler durch und schlug eine präzise flache Flanke in den Fünfmeterraum. Kasper Høgh stand goldrichtig und schob den Ball aus kürzester Distanz zum 3:0 ein, womit die Partie praktisch entschieden war. Hauges Zauber auf der linken Seite hatte die Sporting-Abwehr den gesamten Abend über gequält.

Dieses Ergebnis setzt eine Saison voller erstaunlicher Leistungen fort für einen Verein, der mit einem Bruchteil des Budgets der europäischen Elite arbeitet. Bodo/Glimt hat in dieser Champions-League-Saison bereits Manchester City und Atlético Madrid besiegt und Inter Mailand in den Playoffs mit einem Gesamtergebnis von 5:1 eliminiert. Der Verein ist damit das erste norwegische Team in der Geschichte, das eine K.-o.-Runde der Champions League für sich entschieden hat — ein Meilenstein, der noch vor wenigen Jahren unvorstellbar erschien.

Das Aspmyra Stadion, gelegen jenseits des Polarkreises in der kleinen Stadt Bodø, hat sich zu einem der gefürchtetsten Spielorte im europäischen Fußball entwickelt. Der Kunstrasen, die eisigen Temperaturen und die leidenschaftlichen Fans erzeugen eine Atmosphäre, die sich für einige der größten Vereine des Kontinents als überwältigend erwiesen hat. Bodo/Glimts Reise verkörpert alles, was am Fußball romantisch und unberechenbar ist — eine Erinnerung daran, dass dieser Sport noch immer den Träumern gehört.

Mit einem komfortablen 3:0-Vorsprung vor dem Rückspiel in Lissabon am 17. oder 18. März gilt Bodo/Glimt nun als klarer Favorit für den Einzug ins Viertelfinale der Champions League. Für einen Verein aus einem arktischen Fischereihafen, der vor weniger als zehn Jahren noch in der zweiten norwegischen Liga spielte, zeigt das Märchen keinerlei Anzeichen eines Endes. Der europäische Fußball hat seinen unwahrscheinlichsten Helden gefunden, und der eisige Norden feiert einen Abend, der für immer in die norwegische Sportgeschichte eingehen wird.

Quellen: UEFA.com, ESPN, Al Jazeera

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