Bayer Leverkusen hat am Dienstagabend den Einzug ins Achtelfinale der Champions League perfekt gemacht. Im Rückspiel der Playoff-Runde der K.-o.-Phase trennten sich die Werkself und Olympiakos in der BayArena torlos 0:0. Dank des 2:0-Hinspielerfolgs in Griechenland durch einen Doppelpack von Patrik Schick zog die Mannschaft von Kasper Hjulmand souverän mit einem Gesamtergebnis von 2:0 in die nächste Runde ein, ohne je ernsthaft von den griechischen Gästen in Bedrängnis zu geraten.
Das Spiel bot über weite Strecken schwache Kost und spiegelte die komfortable Ausgangslage der Leverkusener wider. Mit dem deutlichen Vorsprung aus dem Hinspiel im Rücken zeigte der deutsche Klub wenig Drang nach vorne und beschränkte sich auf eine kontrollierte Spielgestaltung. Olympiakos unter Jose Luis Mendilibar stand vor der Aufgabe, einen Zwei-Tore-Rückstand aufzuholen, schien dazu aber zu keinem Zeitpunkt in der Lage. Der Ballbesitz verteilte sich mit 53,3 Prozent für die Griechen und 46,7 Prozent für Leverkusen nahezu gleichmäßig, doch beide Teams erzeugten kaum nennenswerte Torchancen. Jede Mannschaft gab sieben Schüsse ab, von denen jeweils nur einer das Tor traf.
Der erste nennenswerte Vorfall ereignete sich um die 40. Minute, als Alejandro Grimaldo den Ball im Netz der Griechen unterbrachte, sein Treffer allerdings zu Recht wegen Abseits aberkannt erhielt. Die einzige Verwarnung des Abends folgte kurz darauf: Olympiakos-Verteidiger Lorenzo Pirola sah in der 45. Minute die Gelbe Karte. Die erste Halbzeit bot den 30.210 Zuschauern in der BayArena ansonsten wenig Aufregendes.
Die zweite Hälfte brachte einen Schreckmoment für Leverkusen, als sich Ibrahim Maza in der 56. Minute verletzte und den Platz für den jungen Ernest Poku räumte. Der erzwungene Wechsel hätte beinahe einen Glanzmoment hervorgebracht: Rund um die 60. Minute traf Grimaldo nach einem sehenswerten Doppelpass mit Poku die Latte – die beste Chance des gesamten Spiels für beide Seiten.
Leverkusen trat in einem 3-4-2-1-System an mit Blaswich im Tor, einer Dreierkette aus Tapsoba, Andrich und Quansah, den Flügelverteidigern Vazquez und Grimaldo neben den Mittelfeldspielern Palacios und Garcia sowie Hofmann und Maza hinter dem alleinigen Angreifer Schick. Olympiakos stellte sich im 4-3-3 auf: Tzolakis im Tor, davor Rodinei, Retsos, Pirola und Ortega in der Viererkette, Mouzakitis, Hezze und Garcia im Mittelfeld sowie Martins, Taremi und Chiquinho in der Offensive.
Mit dem unveränderten Gesamtergebnis von 2:0 steht Leverkusen im Achtelfinale der Champions League. Den Gegner bestimmt die Auslosung am 27. Februar. Für Olympiakos bedeutet das Ergebnis das Ende der europäischen Reise in dieser Saison. Die Griechen blieben über beide Partien ohne eigenen Torerfolg und zeigten sich über 180 Minuten unfähig, ernsthafte Torgefahr zu erzeugen – ein deutlicher Beleg für den Qualitätsunterschied beider Mannschaften.
Leverkusens Einzug ins Achtelfinale setzt eine beeindruckende europäische Kampagne unter Hjulmand fort. Die Fans in der BayArena richten ihren Blick nun auf die Auslosung am Donnerstag und hoffen auf ein günstiges Los, um den kontinentalen Weg bis tief in den Frühling fortzusetzen.
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