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Binance untersucht weitere Sicherheitslücken nach Kryptodiebstahl von 6,3 Milliarden Dollar

Veröffentlicht am 30. Oktober 2026 0 Aufrufe

Binance erklärte am 30. Oktober, bei der Untersuchung eines auf 6,3 Milliarden Dollar geschätzten Kryptodiebstahls weitere Sicherheitslücken entdeckt zu haben. Die globale Handelsplattform hielt Auszahlungen ausgesetzt. Co-Unternehmenschef Richard Teng erläuterte den Wiederaufbau und die Prüfung der Systeme, berichtete CoinDesk.

Die erste Mitteilung vom 30. Oktober verwies auf einen möglicherweise kompromittierten Laptop eines DevOps-Ingenieurs. Laut Binance könnte dieser den Zugang zu einem Service-Container und unbefugte Auszahlungen ermöglicht haben. Hinweise auf abgeflossene private Wallet-Schlüssel gebe es nicht. Ein technischer Bericht soll nach Überprüfung der Fakten folgen.

In einer späteren Videobotschaft erklärte Teng laut CoinDesk, die Ermittler hätten weitere Zugangspunkte gefunden, den vollständigen Ablauf aber noch nicht geklärt. Die Prüfung umfasse Cloud-Infrastruktur, Mitarbeitergeräte, Verwaltung privater Schlüssel und Transaktionssignaturen. Die Erklärung zum Laptop bleibt somit vorläufig.

Binance teilte mit, gemeinsam mit Blockchain-Partnern betroffene Vermögenswerte von etwa 3 Milliarden Dollar eingefroren zu haben. Laut The Block reservierte die Börse mehr als 6,34 Milliarden Dollar eigener Mittel für den Verlustausgleich. Davon lagen etwa 5 Milliarden bereits in den betroffenen Token vor; die übrigen Vermögenswerte kaufe sie hinzu. Diese Zusagen bestätigen keine vollständige Rückgewinnung gestohlener Mittel.

Der unabhängige Blockchain-Ermittler Crystal Intelligence verfolgte in seiner Momentaufnahme vom 29. Oktober um 22.30 Uhr UTC Abflüsse von 5,14 Milliarden Dollar aus Binance zugeordneten Wallets in 97 Transaktionen. Die Analyse erfasste mehrere Netzwerke, darunter Bitcoin und Ethereum. Die Differenz zur Binance-Schätzung betreffe noch nicht verfolgte Mittel; alle Summen seien vorläufig.

Teng hoffe laut CoinDesk auf eine Wiederaufnahme der Auszahlungen am Sonntag, dem 1. November. Für Montag plane er nach einer ersten Aktualisierung einen vollständigen Reservenachweis. Binance arbeite mit Strafverfolgungsbehörden und Blockchain-Spezialisten an der Verfolgung der Vermögenswerte. Der Neustart bleibe ein Ziel und sei keine bestätigte Wiedereröffnung.

Quellen: Binance security notice (https://www.binance.com/es-LA/support/announcement/detail/c5a8729a97ac486d963784d96c5642d7); CoinDesk (https://www.coindesk.com/tech/2026/10/30/binance-uncovers-wider-breach-in-usd6-3-billion-exploit-targets-sunday-withdrawal-restart); The Block (https://www.theblock.co/news/ecosystems/2026-10-30-binance-says-it-has-6-34-billion-ready-to-cover-hack-losses-432208); Crystal Intelligence (https://crystalintelligence.com/investigations/binance-hack-what-we-know-what-teams-should-do-now/)

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