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Bulgarien führt offiziell den Euro ein und wird 21. Mitglied der Eurozone

Veröffentlicht am 2. Januar 2026 123 Aufrufe

Bulgarien hat am 1. Januar 2026 offiziell den Euro als Währung eingeführt, den bulgarischen Lew ersetzt und ist damit der 21. Mitgliedsstaat der Eurozone geworden – ein historischer Meilenstein für die Balkannation.

Der Währungswechsel markiert den Höhepunkt jahrelanger Vorbereitungen und wirtschaftlicher Reformen, die Bulgarien unternommen hat, um die strengen Konvergenzkriterien für die Mitgliedschaft in der Eurozone zu erfüllen. Das Land hatte seit 1997 ein Currency-Board-System verwendet, das den Lew an den Euro koppelte.

Bulgarische Bürger begannen, ihre Lew-Banknoten und -Münzen bei Banken und Wechselstuben im ganzen Land in Euro umzutauschen. Eine doppelte Umlaufphase wird die Verwendung beider Währungen während einer Übergangszeit ermöglichen, obwohl der Euro künftig das einzige gesetzliche Zahlungsmittel sein wird.

Der Premierminister und Regierungsvertreter feierten den historischen Moment und bezeichneten ihn als bedeutenden Schritt hin zu einer tieferen europäischen Integration. Die Einführung des Euro soll das Vertrauen der Investoren stärken, die Wechselkosten für Unternehmen und Reisende senken und Bulgariens Position in der europäischen Wirtschaft stärken.

Die Europäische Zentralbank begrüßte Bulgariens Beitritt zur Eurozone und stellte fest, dass das Land alle erforderlichen wirtschaftlichen Kriterien erfolgreich erfüllt hat, einschließlich Inflationsziele, Haushaltsdefizitgrenzen und Anforderungen an die Wechselkursstabilität.

Kritiker haben Bedenken über mögliche Preiserhöhungen während der Übergangszeit geäußert, ein Phänomen, das in einigen Ländern nach der Euro-Einführung beobachtet wurde. Die Behörden haben zugesagt, die Preise genau zu überwachen und gegen ungerechtfertigte Preiserhöhungen vorzugehen.

Bulgarien schließt sich Kroatien an, das den Euro 2023 eingeführt hat, als jüngste Ergänzung des gemeinsamen Währungsraums, der nun 21 der 27 EU-Mitgliedstaaten umfasst.

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