Ein windgetriebenes Lauffeuer, bekannt als Sandy Fire, brach am Sonntag in Simi Valley, Kalifornien, aus und breitete sich rasch auf über 1.300 Acres aus, ohne dass eine Eindämmung gelang. Umfassende Evakuierungsanordnungen gelten für Ventura County, Warnungen reichen bis in das Gebiet von Los Angeles County. Mindestens ein Haus fiel den Flammen zum Opfer, und über 17.000 Bewohner erhielten die Anweisung, ihre Häuser zu verlassen, während das Feuer sich im südöstlichen Abschnitt weiter aggressiv ausbreitet.
Das Feuer entstand gegen 10:17 Uhr Ortszeit, als ein Traktor in der Nähe des 2600er Blocks der Rudolph Drive auf einen Stein traf, wie die Polizei von Simi Valley mitteilte. Innerhalb von nur 30 Minuten hatte der Brand bereits 180 Acres erfasst, angetrieben durch steigende Temperaturen und stärker werdende Winde in der Region. Feuerwehrbeamte erklärten, dass sich die Bedingungen im Laufe des Tages weiter verschlechterten, wobei Böen die Flammen durch trockenes Gestrüpp und unwegsames Gelände trieben.
Über 750 Feuerwehrleute von lokalen und staatlichen Behörden arbeiten an der Eindämmung des Brandes, unterstützt von drei Löschflugzeugen und sechs Hubschraubern, die intensive Lufteinsätze zur Brandbekämpfung durchführen. CAL FIRE setzte zusätzliche Ressourcen ein, da das Feuer Wohngebiete an mehreren Fronten bedroht. Bodenmannschaften konzentrieren sich darauf, Eindämmungslinien entlang des Feuerperimeters zu errichten und gleichzeitig Gebäude in seinem Weg zu schützen.
Evakuierungsanordnungen bleiben für mehrere Stadtteile in Simi Valley bestehen, während Evakuierungswarnungen auf Gemeinden in Los Angeles County ausgeweitet sind, darunter Agoura Hills, Calabasas, Hidden Hills, Chatsworth und West Hills. Der Luftqualitätsbezirk der Südküste warnte, dass der Rauch die Luftqualität in Gebieten wie Calabasas, Pacific Palisades und Malibu auf gesundheitsschädliche Werte treiben könnte, und rief die Bewohner auf, den Aufenthalt im Freien einzuschränken.
Das Sandy-Feuer trifft Südkalifornien zu einer Zeit, in der die Region nach monatelanger Trockenheit und periodischen Windereignissen einem erhöhten Waldbrandrisiko ausgesetzt bleibt. Behörden erklärten, dass die Brandaktivität in den kommenden Tagen bei steigenden Temperaturen und stärkeren Winden voraussichtlich weiter zunehmen werde. Die Bewohner betroffener Gebiete sollen wachsam bleiben, den Evakuierungsanweisungen folgen und die Aktualisierungen der lokalen Behörden verfolgen.
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