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BuzzFeed streicht unter Byron Allen 35 Prozent der Stellen

Veröffentlicht am 28. Juli 2026 738 Aufrufe

BuzzFeed baut rund 35 Prozent seiner Beschäftigten und fest zugeordneten Auftragnehmer ab. Der Digitalverlag gab die umfassende Umstrukturierung am Montag, dem 27. Juli, bekannt, weniger als zwei Monate nachdem Medienunternehmer Byron Allen die Kontrolle übernommen hatte. Los Angeles Times, Variety und TheWrap berichten, dass etwa 180 Stellen bei BuzzFeed, HuffPost und Tasty betroffen sind.

Gegenüber der US-Börsenaufsicht erklärte das Unternehmen, sein Verwaltungsrat habe den Plan am 22. Juli genehmigt. Die Kürzung erstreckt sich laut BuzzFeed auf verschiedene Länder und Geschäftsbereiche. Sie soll die Organisation vereinfachen, Betriebsausgaben senken, Liquidität sichern und den Weg zu Rentabilität sowie positivem Geldfluss beschleunigen.

BuzzFeed rechnet infolge der Neuordnung mit Belastungen von 6,5 bis 8,5 Millionen Dollar, hauptsächlich für Abfindungen, Unterstützung bei der Arbeitssuche und fortgeführte Sozialleistungen. Den größten Teil dieser Kosten will der Konzern im dritten Quartal 2026 verbuchen und bis zum Ende des vierten Quartals bezahlen, wie aus der Börsenmitteilung hervorgeht.

Die Führung erwartet jährliche Einsparungen von 29 bis 32 Millionen Dollar, wobei die meisten Vorteile ab dem dritten Quartal einsetzen sollen. Eine interne Mitteilung, über die Los Angeles Times und TheWrap berichteten, hält fest, dass die Leitung mehrere Wege zum Schutz möglichst vieler Arbeitsplätze prüfte, einige Stellenstreichungen für nachhaltiges Wachstum jedoch als nötig ansah.

Es handelt sich um die erste große Neuordnung, seit Allen Family Digital am 27. Mai den Kauf von 40 Millionen BuzzFeed-Aktien zu je 3 Dollar für insgesamt 120 Millionen Dollar abschloss. Damit erhielt Allens Family Office rund 51 Prozent des Unternehmens. Allen übernahm den Vorsitz und die Geschäftsführung; Gründer Jonah Peretti wechselte in die neue Position des Präsidenten von BuzzFeed AI.

Die Einschnitte erfolgen, während BuzzFeed sein Geschäft auf kostenloses Streaming, künstliche Intelligenz und direkte Angebote für Verbraucher ausrichtet. Der Umsatz im ersten Quartal sank gegenüber dem Vorjahr um 12,4 Prozent auf 31,6 Millionen Dollar, der Nettoverlust lag bei 15 Millionen Dollar. Werbeerlöse fielen um fast 20 Prozent auf 17,1 Millionen Dollar, während Inhaltserlöse um rund 69 Prozent auf 7,5 Millionen Dollar stiegen. Am 4. August legt BuzzFeed die Zahlen für das zweite Quartal vor; sie liefern den nächsten Hinweis darauf, ob die Strategie und die niedrigeren Kosten die Finanzlage verbessern.

Quellen: BuzzFeed SEC filing, Los Angeles Times, Variety, TheWrap, Bloomberg Law

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