Zurück zur Startseite Chinas Verbraucherinflation sinkt, während Fabrikpreise erhöht bleiben Wirtschaft

Chinas Verbraucherinflation sinkt, während Fabrikpreise erhöht bleiben

Veröffentlicht am 10. August 2026 690 Aufrufe

Chinas Verbraucherinflation verlangsamte sich im Juli deutlich, während die Preise ab Werk erhöht blieben. Das zeigen amtliche Daten, die das Nationale Statistikamt am Sonntag in Peking veröffentlichte. Der Verbraucherpreisindex stieg im Jahresvergleich um 0,5 Prozent nach 1,0 Prozent im Juni, während der Erzeugerpreisindex um 3,5 Prozent zulegte. Die Werte zeigen geringen Preisdruck für Haushalte, aber wesentlich stärkere Kosten in industriellen Lieferketten.

Gegenüber Juni sanken die Verbraucherpreise um 0,1 Prozent. Lebensmittel blieben im Monatsvergleich unverändert und verbilligten sich binnen Jahresfrist um 1,5 Prozent, während andere Waren und Dienste 0,9 Prozent teurer waren. Die Kerninflation ohne Lebensmittel und Energie lag jährlich bei 0,9 Prozent und monatlich bei 0,3 Prozent. Von Januar bis Juli lagen die Verbraucherpreise im Durchschnitt 0,9 Prozent über dem Vorjahreszeitraum.

Bei Lebensmitteln zeigten sich besonders starke Bewegungen. Schweinefleisch kostete 13,3 Prozent weniger als vor einem Jahr und drückte Fleischpreise um 6,0 Prozent, legte gegenüber Juni aber um 4,1 Prozent zu. Eier verteuerten sich jährlich um 14,4 Prozent, frisches Obst verbilligte sich um 1,1 Prozent. Dienstleistungen kosteten jährlich 0,7 Prozent und monatlich 0,4 Prozent mehr. Reiseagenturen und andere Tourismusdienste verzeichneten wegen der Sommernachfrage ein Plus von 6,6 Prozent.

In der Industrie zeigte sich ein anderes Bild. Die Fabrikpreise stiegen binnen Jahresfrist um 3,5 Prozent und sanken gegenüber Juni um 0,7 Prozent. Einkaufspreise der Produzenten legten jährlich um 5,5 Prozent zu und gaben monatlich um 1,0 Prozent nach. Produktionsmittel verteuerten sich um 4,8 Prozent, angeführt von 16,4 Prozent in der Rohstoffgewinnung und 6,1 Prozent in Rohstoffindustrien. Fabrikpreise für Konsumgüter sanken dagegen um 0,8 Prozent.

Die Details zeigen eine Konzentration des Kostendrucks. Nichteisenmetalle und Materialien für elektrische Leitungen kosteten 19,0 Prozent mehr als im Vorjahr. Brennstoffe und Energie sowie chemische Rohstoffe verteuerten sich jeweils um 9,3 Prozent. Preise im Kohlebergbau sprangen um 27,1 Prozent. Monatliche Rückgänge bei Brennstoffen, Chemikalien und Rohstoffen drückten den Erzeugerindex jedoch unter den Juniwert und signalisierten zuletzt etwas Entspannung.

Die Kluft ist für Unternehmen und Politik wichtig: Niedrige Verbraucherpreisinflation kann begrenzte Preissetzungsmacht anzeigen, obwohl Hersteller höhere jährliche Rechnungen tragen. Laut Statistikamt umfasst die Verbraucherumfrage fast 120.000 Erhebungsstellen in rund 500 Städten und Kreisen. Die nächsten Daten zu Aktivität, Einzelhandel und Krediten sollen zeigen, ob niedrigere monatliche Industriekosten die Verbraucher erreichen und ob die Binnennachfrage an Kraft gewinnt.

Quellen: National Bureau of Statistics of China CPI release, National Bureau of Statistics of China PPI release

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