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China richtet 11 Mitglieder eines in Myanmar ansässigen Betrugssyndikats hin

Veröffentlicht am 29. Januar 2026 379 Aufrufe

China hat am Donnerstag 11 Personen hingerichtet, nachdem sie des Mordes an 14 chinesischen Staatsbürgern und der Durchführung massiver Betrugs- und Glücksspieloperationen im Wert von über einer Milliarde Dollar für schuldig befunden wurden. Das Mittlere Volksgericht Wenzhou in der Provinz Zhejiang gab die Hinrichtungen nach Genehmigung durch das Oberste Volksgericht in Peking bekannt, das feststellte, dass die Beweise für seit 2015 begangene Verbrechen schlüssig und ausreichend waren.

Unter den Hingerichteten befanden sich Ming Guoping und Ming Zhenzhen, die als Anführer der als Ming-Familiengruppe bekannten kriminellen Organisation identifiziert wurden. Weitere hingerichtete Schlüsselmitglieder waren Zhou Weichang, Wu Hongming und Luao Jianzhang. Den Angeklagten wurden vorsätzlicher Mord, vorsätzliche Körperverletzung, Freiheitsberaubung, Betrug und die Errichtung illegaler Glücksspieloperationen vorgeworfen.

Das kriminelle Syndikat hatte in der Kokang-Region im Norden Myanmars Einrichtungen errichtet, wo sie Geldgeber rekrutierten und bewaffneten Schutz für ihre Machenschaften bereitstellten. Laut Gerichtsdokumenten erwirtschafteten die Operationen über mehrere Jahre mehr als 1,4 Milliarden Dollar an illegalen Geldern. Die Aktivitäten der Gruppe trugen zum Tod von 14 chinesischen Staatsangehörigen bei und verursachten Verletzungen bei vielen anderen.

Zusätzlich zu den 11 Hinrichtungen erhielten fünf weitere Personen Todesurteile mit zweijährigem Aufschub, während 23 Verdächtige Gefängnisstrafen von fünf Jahren bis lebenslänglich erhielten. Die Angeklagten wurden ursprünglich im November 2023 festgenommen, als die chinesischen Behörden Druck auf Beamte in Myanmars Grenzregionen ausübten, um gegen grenzüberschreitende Betrugsoperationen vorzugehen.

Betrugszentren, in denen Kriminelle Internetnutzer in falsche romantische Beziehungen und Kryptowährungsinvestitionen locken, haben sich in ganz Südostasien ausgebreitet, insbesondere in Myanmar, Kambodscha und Laos. Die Vereinten Nationen schätzen, dass etwa 120.000 Menschen in Myanmars Online-Betrugszentren arbeiten könnten, während weitere 100.000 möglicherweise in Kambodscha gefangen sind. Diese Operationen ziehen jährlich Milliarden von Dollar durch ausgeklügelte Telefon- und Internetbetrügereien ab.

Die Hinrichtungen stellen Chinas bisher stärkste Antwort auf die wachsende Bedrohung durch grenzüberschreitende Cyberkriminalitätssyndikate dar, die entlang seiner Grenzen operieren. Die chinesischen Behörden haben den Druck auf regionale Regierungen verstärkt, diese kriminellen Netzwerke zu zerschlagen, die zunehmend Opfer weltweit in mehreren Sprachen ins Visier nehmen.

Quellen: Al Jazeera, ABC News, Washington Post, NBC News, Xinhua

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