Die Behörden in Südchina haben die Zahl der Todesopfer durch die Überschwemmungen infolge des Taifuns Maysak Anfang Juli auf mindestens 159 erhöht; zehn Menschen gelten weiterhin als vermisst. Staatsmedien veröffentlichten die neue Bilanz am Freitag, Reuters und Associated Press griffen sie auf. Sie betrifft vor allem Nanning und Guigang im Autonomen Gebiet Guangxi der Zhuang.
Lokale Behörden legten die Zahlen auf getrennten Sitzungen zum Wiederaufbau vor, mehr als sechs Wochen nach dem Sturm. Die frühere offizielle Bilanz nannte 39 Tote und neun Vermisste, daher bedeutet die neue Erfassung einen erheblichen Anstieg. Die Verantwortlichen erklärten öffentlich nicht ausführlich, warum die vollständige Bilanz mehrere Wochen benötigte.
Nach Angaben von Xinhua und China Daily traf die Katastrophe mehr als 1,65 Millionen Menschen in 16 Kreisen, Städten und Bezirken von Nanning und Guigang. Reuters meldete mehr als 320.000 umgesiedelte oder evakuierte Einwohner. Beide Städte befinden sich nun vollständig in der Phase von Erholung und Wiederaufbau; den betroffenen Gemeinden steht eine langwierige Aufgabe bevor.
Behörden bezeichneten den Regen als historisch selten, großflächig und anhaltend. Associated Press berichtete unter Berufung auf das nationale Wetterzentrum, im Juli seien in Teilen Guangxis 10 bis 40 Zentimeter und in den am stärksten betroffenen Gebieten mehr als 90 Zentimeter gefallen. Hochwasser überflutete Städte, beschädigte Infrastruktur und ließ Stauseen brechen, nachdem das Tropensystem landeinwärts gezogen war.
Staatsmedien führten mindestens 107 Todesfälle auf Überschwemmungen nach sechs Dammbrüchen in Nanning zurück. Guigang bezifferte den direkten wirtschaftlichen Schaden auf 14 Milliarden Yuan, rund zwei Milliarden Dollar. Militärische und zivile Rettungsteams kamen zum Einsatz und erreichten unter anderem Schüler und Lehrkräfte, die das Hochwasser eingeschlossen hatte. Es handelt sich weiterhin um amtliche, über Staatsmedien verbreitete Schätzungen.
China erlebte im Juli drei Taifune, meldete Reuters unter Berufung auf Xinhua. Nationale Katastrophenschutzdaten verzeichneten für alle Naturkatastrophen dieses Monats 318 Tote oder Vermisste und direkte Schäden von 57,15 Milliarden Yuan. In Guangxi stehen nun die Reparatur der Infrastruktur, Hilfe für Überlebende und ein stärkerer Katastrophenschutz im Mittelpunkt, während Suche und abschließende Erfassung weiterlaufen.
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