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Chinas J-10CE gewinnt Kampfjet-Auftrag aus Bangladesch gegen französische Rafale

Veröffentlicht am 17. Januar 2026 254 Aufrufe

Bangladesch hat Pläne bestätigt, 20 chinesische J-10CE-Kampfjets in einem Geschäft im Wert von etwa 2,2 Milliarden US-Dollar zu kaufen, was einen bedeutenden Sieg für Chinas Verteidigungsexportindustrie gegenüber westlichen Konkurrenten einschließlich der französischen Rafale darstellt. Laut Regierungsdokumenten, die von The Business Standard eingesehen wurden, stellt die Beschaffung Bangladeschs größte Investition in Luftstreitkräfte seit der Unabhängigkeit dar und soll bis 2027 abgeschlossen werden.

Das Geschäft entstand nach dem viertägigen offiziellen Besuch von Chefberater Muhammad Yunus in China im März 2025, bei dem der potenzielle Kauf besprochen wurde. China reagierte positiv auf den Vorschlag, und die Vereinbarung soll im Rahmen einer Regierung-zu-Regierung-Vereinbarung während der Haushaltsjahre 2025-2026 und 2026-2027 umgesetzt werden, wobei die Zahlungen über zehn Jahre bis 2035-2036 verteilt werden.

Das 2,2-Milliarden-Dollar-Paket weist etwa 60 Millionen Dollar pro Flugzeug zu, insgesamt 1,2 Milliarden Dollar allein für die 20 Jets. Die verbleibenden 820 Millionen Dollar decken Ausbildung, Logistik, Unterstützungsausrüstung, Ersatzteile, Transport, Versicherung und Infrastrukturentwicklung ab. Diese Preisgestaltung macht den J-10CE deutlich erschwinglicher als westliche Alternativen, mit Stückkosten von etwa der Hälfte einer Dassault Rafale.

Der Wettbewerb um Bangladeschs Kampfjet-Auftrag hatte sich zuvor auf den Eurofighter Typhoon und die Dassault Rafale verengt, wobei der französische Präsident Emmanuel Macron 2023 Dhaka in einem diplomatischen Vorstoß für das französische Flugzeug besuchte. Jedoch störten politische Umwälzungen, die die ehemalige Premierministerin Sheikh Hasina zur Flucht aus dem Land zwangen, die europäischen Bemühungen, den Auftrag zu sichern. Die neue Regierung unter Yunus wandte sich daraufhin der chinesischen Option zu.

Die Wahl des J-10CE erfolgt inmitten von Behauptungen, dass das Flugzeug während des Indien-Pakistan-Konflikts im Mai 2025 erfolgreich gegen Rafales der indischen Luftwaffe abgeschnitten habe, obwohl diese Berichte von unabhängigen Quellen unbestätigt bleiben. Bangladesch wird nach Pakistan die zweite südasiatische Nation, die den J-10C betreibt, der den Spitznamen Kräftiger Drache trägt, was das regionale Gleichgewicht der Luftmacht erheblich verändert und Chinas wachsenden Einfluss auf dem globalen Verteidigungsmarkt demonstriert.

Quellen: The Business Standard, Eurasian Times, Defence Security Asia, Army Recognition