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Streik von Gesundheitskräften stört Ebola-Versorgung im Kongo

Veröffentlicht am 26. Juli 2026 327 Aufrufe

Beschäftigte des Elikya-Ebola-Behandlungszentrums in Bunia im Osten der Demokratischen Republik Kongo legten am Samstag wegen unbezahlter Prämien die Arbeit nieder und störten damit die Versorgung im Zentrum eines schnell wachsenden Ausbruchs. Nach Angaben der Associated Press beteiligten sich Ärzte, Pflegekräfte und Sicherheitsmitarbeiter. Am Freitag veröffentlichte Regierungsdaten bezifferten die landesweite Bilanz auf 2.973 bestätigte Fälle und 1.309 Todesfälle.

Rund 100 Beschäftigte demonstrierten vor der Einrichtung in der Provinz Ituri. Das Personal stimmte für einen Streik, bis die Behörden konkrete Lösungen für zwei Monate ausstehender Leistungsprämien anbieten. Die Rückstände schwächten nach Darstellung der Beschäftigten Moral und Patientenversorgung. Zuvor streikte bereits Personal am Allgemeinen Krankenhaus von Bunia, dem größten medizinischen Zentrum der Region; einige Beschäftigte erhielten nach eigenen Angaben seit ihrem Einstieg in die Bekämpfung kein Geld.

Die jüngsten Regierungszahlen nennen außerdem 766 Patienten in Isolation oder Krankenhäusern sowie 540 Genesene. Fast 90 Prozent der bestätigten Infektionen entfallen auf Ituri. Daher sind eine kontinuierliche Behandlung, Labortests, sichere Bestattungen und Kontaktverfolgung in Bunia und Umgebung besonders wichtig. Der Kongo erklärte den durch das seltenere Bundibugyo-Virus verursachten Ausbruch am 15. Mai.

Frühere Daten der Weltgesundheitsorganisation belegten bereits dieselbe starke Beschleunigung. Die WHO zählte bis zum 15. Juli im Kongo 2.124 bestätigte Fälle und 828 Todesfälle, nachdem die Fallzahl innerhalb von zwei Wochen um 50 Prozent und die Zahl der Todesfälle um 91 Prozent gestiegen war. Unter Gesundheitskräften registrierte sie 119 Infektionen und 36 Todesfälle, was anhaltende berufliche Risiken und Lücken beim Infektionsschutz zeigt.

Die Eindämmung bleibt schwierig, weil für Bundibugyo-Ebola weder ein zugelassener Impfstoff noch eine spezifische Therapie existiert. Laut WHO können frühe Tests, Isolation, optimierte unterstützende Pflege, Kontaktüberwachung und sichere Bestattungen Übertragungen und Todesfälle senken. Konflikte, Vertreibung, Angriffe auf Gesundheitseinrichtungen, bergbaubedingte Mobilität und unvollständige Kontaktnachverfolgung erschweren diese Maßnahmen.

Entscheidend ist nun, ob die kongolesischen Behörden die Rückstände begleichen und die volle Besetzung wiederherstellen, bevor weitere Störungen die bereits belastete Reaktion schwächen. Die WHO bewertet das Risiko im Kongo als sehr hoch und in angrenzenden Staaten als hoch, das weltweite Risiko hingegen als niedrig. Sie rät von Reise- oder Handelsbeschränkungen ab und verlangt koordinierte Überwachung, grenzüberschreitende Vorsorge und dauerhafte Unterstützung für die Versorgung an vorderster Front.

Quellen: Associated Press, World Health Organization, Democratic Republic of the Congo Ministry of Health

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