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Brand in Crans-Montana: Schweizer Gemeinde räumt Mängel bei regelmäßigen Sicherheitskontrollen der Bar ein

Veröffentlicht am 6. Januar 2026 64 Aufrufe

Die Gemeinde Crans-Montana in der Schweiz hat Mängel bei den regelmäßigen Brandschutzkontrollen der Bar Le Constellation eingeräumt, wo ein verheerender Brand in der Silvesternacht 40 Menschenleben forderte und 116 Personen verletzte, viele davon schwer. Dieses Eingeständnis markiert eine bedeutende Entwicklung in den laufenden Ermittlungen zu einer der schlimmsten Friedenskatastrophen der Schweiz.

Die Tragödie ereignete sich in den frühen Morgenstunden des 1. Januar 2026, als gegen 1:30 Uhr ein Feuer in der Kellerbar im Herzen des luxuriösen Alpen-Skiorts ausbrach. Ermittler gehen davon aus, dass das Feuer ausgelöst wurde, als Wunderkerzen an Champagnerflaschen mit brennbaren Akustikschaumplatten an der Decke in Kontakt kamen und die Flammen sich schnell in dem überfüllten Lokal mit einer Kapazität von 400 Personen ausbreiteten.

Laut Schweizer Medienberichten erklärten die Barbesitzer, dass sie im Laufe von zehn Jahren nur dreimal kontrolliert wurden, obwohl die Vorschriften jährliche Brandschutzkontrollen verlangen. Die Gemeinde Crans-Montana ist die für diese Pflichtkontrollen zuständige Behörde, was ernsthafte Fragen zur behördlichen Aufsicht in dem beliebten Touristenziel aufwirft.

Das Eingeständnis der Kontrollmängel kommt zu einem Zeitpunkt, an dem die Kantonsstaatsanwaltschaft strafrechtliche Ermittlungen gegen die beiden Eigentümer-Geschäftsführer der Bar wegen des Verdachts auf fahrlässige Tötung, fahrlässige Körperverletzung und fahrlässige Brandstiftung eingeleitet hat. Brandschutzexperten haben kritisiert, was sie als eine Kombination aus Kosteneinsparungen, regulatorischen Lücken und Vollzugsmängeln beschreiben, die das Fortbestehen der gefährlichen Bedingungen ermöglichten.

Die Katastrophe löste einen beispiellosen Rettungseinsatz aus, bei dem 10 Hubschrauber, 40 Krankenwagen und 150 Ersthelfer zum Einsatzort entsandt wurden. Die Intensivstationen in der Region Wallis erreichten schnell ihre Kapazitätsgrenze, sodass die Behörden 24 schwer verletzte Patienten in Krankenhäuser in Belgien, Frankreich, Deutschland, Italien und Polen verlegen mussten.

Der Schweizer Bundespräsident hat den Brand als "eine der schlimmsten Tragödien, die unser Land erlebt hat" bezeichnet. Der Bundesrat ordnete die Halbmastbeflaggung an Bundesgebäuden an und erklärte eine fünftägige Staatstrauer. Ein nationaler Gedenktag am 9. Januar wird mit einer Schweigeminute und dem Läuten der Kirchenglocken in der gesamten Schweiz um 14:00 Uhr begangen.

Die Ermittlungen konzentrieren sich weiterhin auf die Verwendung minderwertiger Akustikplatten, die schnell Feuer fingen, wobei Experten darauf hinweisen, dass eine verantwortungsvolle Brandschutzinspektion deren Austausch hätte fordern müssen.

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