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Tödlicher Wintersturm in den USA fordert mindestens 30 Todesopfer

Veröffentlicht am 27. Januar 2026 389 Aufrufe

Ein massiver Wintersturm hat in den Vereinigten Staaten mindestens 30 Menschen getötet, während eisige Temperaturen, starker Schneefall und gefährliches Glatteis am Montag, dem 27. Januar, weiterhin etwa zwei Drittel des Landes im Griff halten. Der Sturm, einer der schwersten der letzten Jahre, hat mehr als eine halbe Million Haushalte und Unternehmen ohne Strom gelassen und beispiellose Flugausfälle verursacht.

Die Zahl der Todesopfer erstreckt sich über mehrere Bundesstaaten. Allein in New York City fand die Polizei acht Menschen, die während des eisigen Wochenendes im Freien ums Leben gekommen sind. Tennessee verzeichnete vier Todesfälle, Louisiana drei und Mississippi zwei. Die Behörden meldeten weitere Todesfälle aus Pennsylvania, Texas, Arkansas, Kansas, Ohio, Massachusetts und South Carolina, mit Ursachen von Unterkühlung über Schneepflugunfälle bis hin zu Schlittenunfällen, bei denen Jugendliche in Arkansas und Texas ums Leben kamen.

Stromausfälle sind im Süden weiterhin weit verbreitet, wobei am frühen Dienstag mehr als 543.000 Kunden noch ohne Elektrizität ausharren mussten. Tennessee traf es mit über 182.000 Kunden im Dunkeln am härtesten, gefolgt von Mississippi mit 140.000, Louisiana mit 100.000 und Texas mit über 30.000. Mississippi erlebt seinen schlimmsten Eissturm seit 1994, und Nashville Electric Service kündigte an, seine Belegschaft zu verdoppeln, um die Krise zu bewältigen. Eisbeladene Bäume und herabgestürzte Stromleitungen haben die Wiederherstellungsarbeiten äußerst schwierig gemacht.

Der Sturm hat katastrophale Störungen im Flugverkehr verursacht. Seit Freitag fielen mehr als 20.000 Flüge aus, wobei allein am Sonntag über 11.000 Annullierungen erfolgten – eine Stornierungsrate von 45 Prozent, die den höchsten Tageswert seit der COVID-19-Pandemie darstellt. Wichtige Drehkreuze in Dallas, Boston und New York City traf es schwer, Tausende Reisende saßen fest. Am Montag strichen die Fluggesellschaften weitere 5.100 Flüge.

Pittsburgh verzeichnete bis zu 50 Zentimeter Schnee bei Windchill-Temperaturen von minus 31 Grad Celsius, während New York seinen schneereichsten Tag seit Jahren erlebte, wobei einige Gebiete 38 Zentimeter erhielten. Präsident Donald Trump genehmigte zwölf bundesstaatliche Katastrophenerklärungen und gab damit FEMA-Ressourcen für Bundesstaaten wie Arkansas, Georgia, Indiana, Kentucky, Louisiana, Maryland, Mississippi, North Carolina, South Carolina, Tennessee, Virginia und West Virginia frei.

Die Behörden in den betroffenen Regionen verteilten Feldbetten, Decken, Trinkwasser in Flaschen und Generatoren an Gemeinden ohne Strom. Mehrere Bundesstaaten eröffneten Notunterkünfte, während die Verantwortlichen warnen, dass die Kältewelle keine Anzeichen einer Abschwächung zeigt. Ein neuer Vorstoß arktischer Luft dürfte die eisigen Bedingungen in bereits von Schnee und Eis bedeckten Gebieten verlängern.

Meteorologen warnten, dass ein weiterer Wintersturm am kommenden Wochenende Teile der Ostküste treffen könnte, was Bedenken hinsichtlich kumulativer Schäden und zusätzlicher Belastung für bereits überlastete Versorgungsteams und Rettungsdienste aufwirft. Der Senat verschob seine Rückkehr von Montag auf Dienstag wegen des Sturms, und die Bundesregierung schloss am Montag ihre Büros.

Quellen: ABC News, Euronews, Al Jazeera, CNN, NPR, CNBC, FEMA

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