Demond Wilson, der beliebte Schauspieler, der vor allem für seine Rolle als Lamont Sanford an der Seite von Redd Foxx in der bahnbrechenden NBC-Sitcom Sanford and Son bekannt war, ist im Alter von 79 Jahren gestorben. Sein Sohn Demond Wilson Jr. bestätigte, dass der Schauspieler am Freitagmorgen in seinem Haus in Palm Springs, Kalifornien, infolge von Komplikationen im Zusammenhang mit Prostatakrebs für tot erklärt wurde.
Geboren als Grady Demond Wilson am 13. Oktober 1946 in Valdosta, Georgia, diente Wilson von 1966 bis 1968 während des Vietnamkriegs in der US-Armee. Nach seiner Rückkehr vom Militärdienst begann er seine Schauspielkarriere in Off-Broadway-Produktionen, bevor er im Fernsehen Fuß fasste. Sein großer Durchbruch kam, als er in einer Episode von All in the Family als Einbrecher auftrat, der die Familie Bunker als Geisel nahm – eine Leistung, die die Aufmerksamkeit der Produzenten erregte.
Sanford and Son wurde 1972 erstmals ausgestrahlt und entwickelte sich schnell zu einer der erfolgreichsten Sitcoms der Fernsehgeschichte. Die Serie, die auf der britischen Serie Steptoe and Son basierte, zeigte Wilson als den geduldigen Sohn des Schrotthändlers Fred Sanford, gespielt vom legendären Komiker Redd Foxx. Die Serie lief sechs Staffeln bis 1977 und rangierte in den ersten fünf Jahren konstant unter den Top 10 der Nielsen-Charts, wobei sie dreimal die Top 5 erreichte.
Nach dem Erfolg von Sanford and Son spielte Wilson in der Sitcom Baby... I'm Back! und erhielt später Anfang der 1980er Jahre eine Hauptrolle in The New Odd Couple. Nachdem seine Fernsehkarriere endete, zog sich Wilson für fast zwei Jahrzehnte von der Schauspielerei zurück und konzentrierte sich auf sein Privatleben und seine Familie. 2023 kehrte er kurz auf die Leinwand zurück mit einem Auftritt in dem Drama Eleanor's Bench.
Wilsons Darstellung von Lamont Sanford durchbrach Barrieren im amerikanischen Fernsehen und präsentierte eine komplexe und sympathische schwarze Figur während einer transformativen Ära für die Repräsentation in den Medien. Die Serie behandelte soziale Themen mit Humor und zeigte gleichzeitig die liebevolle, aber konfliktreiche Beziehung zwischen Vater und Sohn, die bei Zuschauern aller Hautfarben und Generationen Anklang fand.
Der Schauspieler hinterlässt seine Frau Johnston und ihre sechs Kinder: Christopher, Nicole, Melissa, Sarah, Tabatha und Demond Jr. Sein Sohn Christopher bestätigte, dass sein Vater gegen Prostatakrebs gekämpft hatte. Würdigungen strömen von Fans und Künstlerkollegen ein, die Wilson für sein komödiantisches Timing, seine Herzlichkeit und den unvergesslichen Eindruck in Erinnerung behalten, den er in der amerikanischen Fernsehgeschichte hinterlassen hat.
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