Zurück zur Startseite YouTuber Jojo Sucre löst Empörung aus, nachdem er seine Mutter im Livestream schlug Unterhaltung

YouTuber Jojo Sucre löst Empörung aus, nachdem er seine Mutter im Livestream schlug

Veröffentlicht am 9. Februar 2026 868 Aufrufe

Der französische Content-Creator Jojo Sucre, mit bürgerlichem Namen Steven, steht im Zentrum einer massiven Online-Kontroverse, nachdem Aufnahmen eines YouTube-Livestreams zeigten, wie er seine eigene Mutter gewaltsam angriff. Der Vorfall, der live aus dem Elternhaus vor Tausenden von Zuschauern übertragen worden war, zeigte den YouTuber mit 124.000 Abonnenten, wie er seine Mutter zu Boden zerrte und wiederholt auf sie einschlug. Die Echtheit der Aufnahmen bestätigte BFM Tech, die Technologieabteilung des französischen Senders BFM TV.

Der Übergriff ereignete sich bei einem regulären Livestream auf dem Kanal des Creators, der vor allem für Gaming-Inhalte, Vlogs und Zuschauer-Interaktionen bekannt ist. Zahlreiche Zeugen, die die Übertragung in Echtzeit verfolgten, schilderten Szenen extremer Gewalt, wobei der Stream trotz der sichtbaren Notlage ohne Unterbrechung weiterging. Ausschnitte und Beschreibungen des Vorfalls verbreiteten sich rasch auf Social-Media-Plattformen wie X, TikTok und verschiedenen Online-Foren und lösten eine Welle des Entsetzens und der Empörung unter Nutzern aus, die sofortige Maßnahmen forderten.

YouTube erhielt den Hinweis von Punisher, einem französischen investigativen Videomacher, der sich auf die Aufdeckung von Fehlverhalten in sozialen Medien spezialisiert hat. Nach der Meldung entfernte YouTube die Aufzeichnung des Livestreams und gab eine Erklärung ab, in der bestätigt worden ist, dass das Video nicht mehr verfügbar sei und spezialisierte Teams die Situation prüfen. Allerdings hat die Entscheidung, den Kanal von Jojo Sucre trotz der Schwere der Vorwürfe aktiv zu lassen, scharfe Kritik hervorgerufen. Tausende Nutzer starteten Massenmeldekampagnen, um die dauerhafte Sperrung des Kontos zu fordern.

Jojo Sucre, der auch auf TikTok rund 210.000 Follower hat, hat seit Bekanntwerden des Vorfalls keine öffentliche Stellungnahme oder Entschuldigung abgegeben. In keinem seiner Social-Media-Konten ist ein Dementi oder eine Klarstellung erschienen. Berichten zufolge nahm er am Samstagabend seine Übertragungen auf der Plattform wieder auf, nur wenige Tage nach dem gewaltsamen Vorfall, was den öffentlichen Zorn weiter anfachte. Sein Schweigen ist von anderen Content-Creatoren und Social-Media-Kommentatoren breit verurteilt worden, die ihn aufforderten, Verantwortung für seine Taten zu übernehmen.

Der Vorfall hat in Frankreich die Debatte über die Verantwortung von Plattformen bei Inhalten, die häusliche Gewalt oder Missbrauch zeigen, neu entfacht. YouTube hat zwar den ersten Schritt unternommen und das betreffende Video entfernt, doch Kritiker argumentieren, die Plattform hätte schneller handeln und den Kanal vollständig sperren sollen. Bis Sonntag sind keine Informationen über eine polizeiliche Ermittlung oder eine Strafanzeige im Zusammenhang mit dem Übergriff bekannt geworden. Der Fall verdeutlicht die wachsende Spannung zwischen der Kultur provokativer Live-Inhalte und der Pflicht der Plattformen, gefährdete Personen vor Gewalt zu schützen, die einem Massenpublikum übertragen wird.

Quellen: BFM Tech, 75 Secondes, Maghreb Event, Orange Actu

Kommentare