Die Europäische Kommission plant eine Klimaversicherungsallianz, um Schäden durch Extremwetter besser abzusichern, erklärte Ursula von der Leyen am 16. September. Vor dem Europäischen Parlament in Straßburg skizzierte die Kommissionspräsidentin eine umfassendere Antwort auf Dürren, Waldbrände und Hitzewellen, wie ihre veröffentlichte Rede und Reuters berichten.
Laut von der Leyen decken private Versicherungen nur etwa 25 Prozent der Katastrophenschäden in Europa. Nationale Haushalte tragen daher allzu oft die Kosten. Die Allianz soll diese Lücke schließen. Laut Reuters soll sie Versicherer, Anleger, Fachleute für Risikomodelle, Behörden und Versicherungsnehmer zusammenbringen, um die Versicherungsnutzung zu erhöhen.
Reuters zufolge soll die Allianz Instrumente wie Gruppenversicherungen und parametrische Versicherungen fördern. Letztere lösen Zahlungen aus, sobald vereinbarte Schwellen etwa für Niederschlag oder Temperatur überschritten sind. Das sind geplante Ansätze zur Schadensbewältigung; die Ankündigung bedeutet keine bereits verfügbare neue Deckung.
Das veröffentlichte Programm der Kommission sieht für Oktober einen Rahmen zur Klimaresilienz vor. Er soll 100 besonders gefährdete europäische Gebiete erfassen, Risiken bewerten und prüfen, welche staatliche Ebene sie bewältigen sollte. Laut von der Leyen muss die Vorsorge neben der Emissionsminderung auch die örtlichen Gemeinschaften erreichen.
Ein eigener europäischer Hitzeaktionsplan soll laut Rede Frühwarnungen, Gesundheitsvorsorge, städtische Anpassung und Kühlung verbessern sowie gefährdete Menschen unterstützen. Eine europäische Wasserinitiative soll auch Knappheit und Leckagen angehen. Laut von der Leyen geht in Europas Leitungen fast jeder vierte Liter verloren, größtenteils durch undichte Stellen.
Die Kommission hat zudem leitende Feuerwehrkräfte und Rettungsexperten um Vorschläge für Prävention und Vorsorge gebeten, einschließlich einer künftigen europäischen Löschflotte. Von der Leyen bekräftigte Europas Klimaziele und verlangte mehr Anpassung. Der Rahmen im Oktober ist der nächste geplante Schritt; die Versicherungsallianz und weitere Pläne warten noch auf ihre Umsetzung.
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