Météo-France hat 26 Departements im ganzen Land unter orangefarbene Warnung für Schnee und Eis gestellt, da ein schweres Winterwettersystem Frankreich weiterhin im Griff hat und weitreichende Störungen im Verkehr und im täglichen Leben verursacht. Die Warnung, die am frühen Montagmorgen in Kraft trat, wird voraussichtlich mindestens bis 10:00 Uhr am Dienstag, den 7. Januar 2026, bestehen bleiben.
Die Region Île-de-France, einschließlich Paris und seiner umliegenden Vororte, wurde von den Winterbedingungen besonders hart getroffen. In der Hauptstadt wurden Schneemengen von 1 bis 3 Zentimetern verzeichnet, während einige Gebiete in Seine-et-Marne und Yvelines bis zu 7 Zentimeter Schnee sahen. Die Morgentemperaturen fielen auf minus 10 bis 0 Grad Celsius, wobei die Höchstwerte am Nachmittag nur 0 bis 8 Grad erreichten, etwa 5 Grad unter dem saisonalen Durchschnitt.
Die gefährlichen Wetterbedingungen haben auf Frankreichs Straßen Chaos verursacht. Die Staus in der Region Île-de-France erreichten um 17:00 Uhr am Montag erstaunliche 800 Kilometer und stellten damit einen historischen Rekord für winterwetterbedingte Verkehrsstaus auf. Die Behörden haben Autofahrer aufgefordert, unnötige Fahrten zu vermeiden und ihre Fahrzeuge mit Winterreifen oder Schneeketten auszustatten, wenn sie fahren müssen.
Auch die öffentlichen Verkehrsmittel wurden durch das Wetter erheblich beeinträchtigt. Die Generaldirektion der Zivilluftfahrt wies die Fluggesellschaften, die die Pariser Flughäfen bedienen, an, ihre Flugpläne aufgrund der Schneefälle um 15 Prozent zu reduzieren. Der Schulbusverkehr wurde in mehreren Departements, darunter Yvelines, Seine-et-Marne und Essonne, für Dienstag, den 6. Januar, eingestellt, da die Straßenverhältnisse weiterhin gefährlich sind.
Um frostbedingte Schäden an der Infrastruktur zu verhindern, kündigte die RATP an, dass die Züge die ganze Nacht über auf allen Straßenbahnlinien sowie auf bestimmten Metro- und RER-Strecken, die teilweise oberirdisch verlaufen, fahren würden. Diese Maßnahme zielt darauf ab, die Gleise freizuhalten und Eisbildung an den elektrischen Systemen zu verhindern.
Die nordwestlichen Regionen Frankreichs wurden von dem Wintereinbruch nicht verschont. Sieben Departements in der Bretagne und der Normandie, darunter Calvados, Côtes-d'Armor, Eure, Finistère, Ille-et-Vilaine, Manche und Seine-Maritime, wurden von Sonntagnacht bis Montag unter orangefarbene Schnee-Eis-Warnung gestellt.
Die französischen Behörden beobachten die Situation genau und haben gewarnt, dass sich die Bedingungen weiter verschlechtern könnten, bevor sie sich bessern. Die Rettungsdienste wurden in Bereitschaft versetzt, und Streuarbeiten werden rund um die Uhr auf den Hauptautobahnen und Stadtstraßen durchgeführt.
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