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Globale Emissionen sinken im Mai leicht, Methan nimmt jedoch zu

Veröffentlicht am 31. Juli 2026 380 Aufrufe

Die weltweiten Treibhausgasemissionen lagen im Mai 2026 nach einer Schätzung von Climate TRACE bei 5,0 Milliarden Tonnen Kohlendioxidäquivalent. Das entspricht einem Rückgang um 0,1 Prozent gegenüber Mai 2025, teilte die Koalition am 30. Juli mit. Für die ersten fünf Monate ermittelte sie 25,3 Milliarden Tonnen und damit genauso viel wie im Vorjahreszeitraum. Die Werte zeigen eher ein Plateau als die anhaltende globale Senkung, die zur Begrenzung der Erwärmung nötig ist.

Das monatliche Inventar in Version 5.9.0 verbindet Satellitenbeobachtungen, Fernerkundung, öffentliche Datensätze und Emissionsmodelle, um den Ausstoß nach Ländern und Wirtschaftssektoren zu schätzen. Climate TRACE erklärt, dass neue Informationen und Methoden regelmäßig zu Korrekturen führen. Die Datenbank verfolgt Millionen Emissionsquellen und bietet dadurch ein aktuelleres Bild als nationale Inventare, die häufig erst mit erheblicher Verzögerung erscheinen.

China als größter nationaler Emittent verursachte im Mai geschätzte 1,4 Milliarden Tonnen Kohlendioxidäquivalent, 8,5 Millionen Tonnen oder 0,6 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Russland und Indonesien verzeichneten Rückgänge um 1,5 Millionen beziehungsweise 0,8 Millionen Tonnen. Dagegen stieg der Ausstoß in den USA um 2,8 Millionen und in Indien um 3,0 Millionen Tonnen. Die Europäische Union legte um 4,4 Millionen Tonnen oder 1,5 Prozent zu.

Auch die sektoralen Ergebnisse fielen gemischt aus. Der Stromsektor legte um 0,9 Prozent auf 1,32 Milliarden Tonnen zu. Gebäude zeigten mit 1,6 Prozent auf 280,9 Millionen Tonnen den stärksten prozentualen Anstieg. Die Fertigung sank um 1,5 Prozent auf 916,0 Millionen Tonnen, der Verkehr um 0,9 Prozent auf 777,7 Millionen und der Betrieb fossiler Energieanlagen um 0,1 Prozent auf 779,2 Millionen. Die Landwirtschaft blieb bei 622,3 Millionen Tonnen.

Die Methanemissionen erreichten im Mai 34,2 Millionen Tonnen und lagen damit 0,1 Prozent über dem Vorjahreswert. Das unterstreicht, wie knapp und ungleichmäßig der gesamte Rückgang ausfiel. NOAA und Climate Central berichten unabhängig davon, dass sich Kohlendioxid weiter in der Atmosphäre ansammelt, weil die Menschheit mehr ausstößt, als Ozeane und Landökosysteme aufnehmen. Climate Central bezifferte den Mai-Mittelwert am Mauna Loa auf den Rekord von 432,3 ppm, etwa 1,8 ppm mehr als ein Jahr zuvor.

Climate TRACE ergänzte neue Quellen aus Kohlebergbau und Luftfahrt und aktualisierte Modelle für Landwirtschaft und Stahl. Solche Änderungen können Vergleiche ebenfalls beeinflussen. Die Koalition will die Juni-Schätzung am 27. August veröffentlichen. Das nächste Update kann zeigen, ob das jüngste globale Plateau anhält. Allein die Mai-Zahlen belegen aber keinen dauerhaften Höchststand, denn vorläufige Schätzungen können sich ändern und ein einzelner Monat bestimmt keinen langfristigen Trend.

Quellen: Climate TRACE, NOAA National Centers for Environmental Information, Climate Central

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