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Tropensturm Lowell hinterlässt auf Kauai Stromausfälle, Flutgefahr und große Schäden

Veröffentlicht am 9. September 2026 0 Aufrufe

Tropensturm Lowell zog am frühen Mittwoch von Hawaii weg, nachdem heftige Winde und starker Regen die westlichen Inseln getroffen, den größten Teil Kauais vom Stromnetz getrennt, Straßen blockiert und Küstenabschnitte beschädigt hatten. Laut Associated Press passierte das Sturmzentrum die Inseln in der Nacht zum Dienstag westlich, ohne direkt auf Land zu treffen. Das breite Windfeld brachte Kauai und Oahu dennoch zerstörerische Bedingungen.

Die Kauai Island Utility Cooperative erklärte, fast alle ihrer rund 35.000 Mitglieder hätten am frühen Dienstag die Stromversorgung verloren. Auf Kauai leben etwa 73.000 Menschen. Bürgermeister Derek Kawakami berichtete, Einsatzkräfte räumten mit schwerem Gerät umgestürzte Bäume und Trümmer von den Straßen. Rund 300 Menschen hielten sich in Notunterkünften auf, während Behörden das Ausmaß der Schäden prüften.

Am Flughafen Lihue, Kauais einzigem Verkehrsflughafen, lagen die anhaltenden Windgeschwindigkeiten über 80 Kilometern pro Stunde; der Flughafen schloss nach dem Sturm. Das Nationale Hurrikanzentrum meldete einzelne Böen von 130 Kilometern pro Stunde. Wellen rissen einen Straßenabschnitt an der Südküste auseinander und spülten Sand sowie Lavagestein in einen Park. Gefallene Bäume und Stromleitungen erschwerten den Verkehr.

Auch Oahu verzeichnete Überschwemmungen an der Küste. Straßenarbeiter entfernten Sand und Felsen von einer wichtigen Verbindung am westlichen Inselrand. Gouverneur Josh Green hatte Schulen und Behörden auf Kauai, Niihau und Oahu für Dienstag geschlossen. Der Katastrophenschutz forderte die Bevölkerung auf, Wasser zu sparen, unnötige Fahrten zu vermeiden und Abstand von Flutwasser und Küsten zu halten, solange Kontrollen und Reparaturen liefen.

Die Hurrikan- und Tropensturmwarnungen endeten am Dienstagmorgen, als Lowell schneller nordwärts zog, doch die Gefahr blieb bestehen. In der Mitteilung von 17 Uhr Ortszeit stufte das Nationale Hurrikanzentrum Lowell zum Tropensturm mit höchsten anhaltenden Windgeschwindigkeiten von 110 Kilometern pro Stunde herab. Das Zentrum lag rund 500 Kilometer nordnordwestlich von Lihue, und die Behörde warnte bis Mittwoch weiter vor Sturzfluten.

Bei der Erholung stehen die Wiederherstellung der Stromversorgung, das Öffnen der Verkehrswege und Kontrollen an Häusern sowie Küstenanlagen im Mittelpunkt. Behörden beobachteten außerdem mögliche weitere Überflutungen und Erdrutsche auf gesättigten Böden. Das Ereignis zeigt, dass ein Wirbelsturm selbst mit einem Zentrum vor der Küste erhebliche Störungen auslösen kann. Schadensprüfungen sollen nun Umfang und Dauer der Aufräumarbeiten bestimmen.

Quellen: Associated Press, National Hurricane Center, National Weather Service Honolulu

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