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Hollywoods Sommerkinokasse erreicht 4,6 Milliarden Dollar und höchsten Stand seit 2013

Veröffentlicht am 5. September 2026 0 Aufrufe

Hollywood erzielte in Nordamerika den stärksten Kinosommer seit 2013. Die Filmtheater in den Vereinigten Staaten und Kanada nahmen von Anfang Mai bis Ende August rund 4,6 Milliarden Dollar ein. Reuters und Associated Press berichteten am 4. September unter Berufung auf Zahlen des Marktforschungsunternehmens Rentrak, dass die Einnahmen gegenüber dem Sommer 2025 um ungefähr 26 Prozent stiegen.

Der Aufschwung beruhte auf einem vielfältigen Programm und nicht auf einem einzelnen Phänomen. Große Produktionen wie Spider-Man: Brand New Day, The Odyssey und Toy Story 5 führten den Markt an. Zugleich stießen günstigere Horrorfilme wie Backrooms und Obsession besonders bei jungen Menschen auf ungewöhnlich großes Interesse. Michael, The Devil Wears Prada 2 und Scary Movie verbreiterten zudem den Zuspruch unter Frauen und weiteren Publikumsgruppen.

Branchenvertreter führten den Anstieg auf klarer unterscheidbare Angebote der Studios zurück. Das Publikum kehrte sowohl für von Regisseuren geprägte Projekte als auch für bekannte Reihen zurück. Laut Reuters zeigten Umfragen von Enact Insight eine größere Bereitschaft zu Besuchen am Startwochenende. Der Erfolg von The Odyssey stärkte außerdem Vorführungen auf 70-Millimeter-Film und verhalf IMAX zu einem Rekordsommer an den Kinokassen.

Die Erholung bleibt dennoch unvollständig. Die Studios brachten im Sommer 34 Filme landesweit breit in die Kinos, nach 32 im Jahr 2025, aber deutlich weniger als die 44 Filme von 2019 vor der Pandemie. Associated Press betonte zudem, dass die Besucherzahlen nach Berücksichtigung von Inflation und höheren Ticketpreisen unter früheren Werten liegen. Gleichzeitig bewältigt Hollywood weiterhin Folgen der Pandemie, der Arbeitskämpfe von 2023 sowie technologischer und unternehmerischer Veränderungen.

Trotz dieser Einschränkungen ermutigte die Zusammensetzung des Publikums die Kinobetreiber. Cinema United erklärte, die Folgen der Streiks von 2023 hätten länger angehalten, als viele Beobachter annahmen, doch Produktions- und Startpläne gewännen jetzt wieder an Verlässlichkeit. Vue-Gründer Tim Richards sagte Reuters, Angehörige der Generation Z kehrten in Rekordzahl zurück. Er bezeichnete diese Entwicklung als weltweiten und für die Zukunft der Branche wichtigen Trend.

Rentrak-Analyst Paul Dergarabedian erwartet, dass Avengers: Doomsday und Dune: Part Three den Schwung später im Jahr fortsetzen. Seiner Prognose zufolge kann der nordamerikanische Gesamtumsatz 2026 erstmals seit 2019 wieder 10 Milliarden Dollar erreichen. Die Sommersaison läuft offiziell bis zum Feiertag am 7. September, sodass die endgültige Summe noch steigen kann. Der inflationsbereinigte Rekord von 6,8 Milliarden Dollar aus dem Jahr 2013 bleibt jedoch außer Reichweite.

Quellen: Reuters, Associated Press, Rentrak, Cinema United, Enact Insight

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