Indiens Außenministerium gab am Donnerstag, den 16. Januar 2026, eine dringende Reisewarnung heraus und forderte etwa 10.000 derzeit im Iran lebende indische Staatsangehörige auf, das Land sofort zu verlassen. Die Warnung erfolgt, während die Unruhen im Iran weiter eskalieren, wobei Berichten zufolge die Zahl der Todesopfer bei den anhaltenden Protesten 2.500 Menschen überschritten hat.
Die Notfallwarnung fordert alle indischen Bürger im Iran, insbesondere in betroffenen städtischen Gebieten wie Teheran, Isfahan und Shiraz, auf, Vorkehrungen für eine sofortige Abreise zu treffen. Das Ministerium hat sich mit Air India und anderen Fluggesellschaften koordiniert, um ausreichende Flugkapazitäten für Ausreisewillige sicherzustellen. Indischen Staatsangehörigen wird geraten, sich bei der Botschaft zu registrieren und den offiziellen Evakuierungsanweisungen zu folgen.
Außenminister S. Jaishankar wandte sich an die Medien und erklärte, dass die Sicherheit indischer Bürger im Ausland weiterhin oberste Priorität der Regierung habe. Er bestätigte, dass die indische Botschaft in Teheran rund um die Uhr arbeitet, um Staatsangehörigen bei der Evakuierung zu helfen. Das Ministerium hat 24-Stunden-Hotlines eingerichtet und koordiniert mit den iranischen Behörden, um eine sichere Ausreise für abreisende Bürger zu gewährleisten.
Die Unruhen im Iran begannen vor mehreren Wochen und haben sich auf mehrere Städte im ganzen Land ausgebreitet. Proteste, die ursprünglich durch wirtschaftliche Beschwerden ausgelöst wurden, haben sich zu breiteren Forderungen nach politischen Reformen entwickelt. Die iranischen Sicherheitskräfte haben mit unterschiedlicher Gewalt reagiert, was zu erheblichen Opferzahlen geführt hat. Internationale Menschenrechtsorganisationen haben die Gewalt verurteilt und zur Zurückhaltung aufgerufen.
Die indische Gemeinschaft im Iran besteht hauptsächlich aus Studenten, Fachkräften und Arbeitern in verschiedenen Sektoren. Viele leben seit Jahren im Land und haben dort Wurzeln geschlagen. Die plötzliche Warnung hat Herausforderungen für diejenigen geschaffen, die ihre Angelegenheiten vor der Abreise schnell regeln müssen. Die Botschaft leistet Unterstützung bei Dokumentation und Reiselogistik.
Andere Länder haben in den letzten Tagen ähnliche Warnungen herausgegeben. Die Vereinigten Staaten, Großbritannien und mehrere europäische Nationen haben ihre Bürger aufgefordert, den Iran zu verlassen, solange kommerzielle Flüge verfügbar bleiben. Einige Fluggesellschaften haben den Betrieb zu bestimmten iranischen Städten bereits aus Sicherheitsgründen eingestellt, was die Evakuierungsbemühungen weiter erschwert.
Die indische Regierung hat betont, dass diese Warnung eine Vorsichtsmaßnahme angesichts der unvorhersehbaren Natur der Situation ist. Beamte haben nicht ausgeschlossen, spezielle Evakuierungsflüge zu organisieren, falls kommerzielle Optionen begrenzt werden. Das Ministerium beobachtet die Situation weiterhin genau und wird Updates bereitstellen, wenn sich die Umstände entwickeln.