Der Iran hat in der Nacht vom 5. auf den 6. Juni 2026 sieben ballistische Raketen auf Kuwait und Bahrain abgefeuert und damit den laufenden Konflikt zwischen Teheran und Washington dramatisch eskaliert. Das US-Militär bestätigte, dass sechs der Raketen erfolgreich von amerikanischen Abwehrsystemen abgefangen werden konnten, während die siebte ihr vorgesehenes Ziel Berichten zufolge nicht erreichte. Die Islamischen Revolutionsgarden übernahmen die Verantwortung für die Starts und erklärten, sie hätten die Ali-Al-Salem-Luftwaffenbasis mit US-Streitkräften in Kuwait sowie das Hauptquartier der Fünften Flotte der US-Marine in Bahrain ins Visier genommen.
Stunden vor den ballistischen Raketenangriffen meldete das US-Zentralkommando den Abschuss von vier iranischen Einwegangriffsdrohnen, die sich in Richtung der Straße von Hormus bewegten. Amerikanische Offizielle vermuteten, dass die Drohnen entweder Handelsschiffe oder US-Militäranlagen in der strategisch bedeutsamen Wasserstraße zum Ziel hatten. Die Drohnenabwehr markierte den Beginn einer Nacht intensiver militärischer Auseinandersetzungen zwischen den beiden Gegnern.
Als Reaktion auf die iranischen Provokationen führten die Vereinigten Staaten Präzisionsschläge gegen iranische Küstenüberwachungsradaranlagen an zwei Standorten durch. Die Angriffe zielten auf Radarstationen in Goruk und auf der Insel Qeschm, die beide strategisch entlang der iranischen Küste nahe der Straße von Hormus positioniert sind. Das Pentagon bezeichnete die Schläge als notwendig, um die Fähigkeit des Iran zur Überwachung und Bedrohung des Seeverkehrs in der Region zu schwächen.
Die staatlich angebundene iranische Nachrichtenagentur Mehr charakterisierte die ballistischen Raketenstarts als Warnschüsse und legte nahe, dass Teheran eine politische Botschaft senden wollte, anstatt maximalen Schaden anzurichten. US-Verteidigungsbeamte wiesen diese Darstellung jedoch zurück und betonten, dass ballistische Raketen, die auf besetzte Militäreinrichtungen gerichtet sind, unabhängig von der erklärten Absicht einen klaren Akt der Aggression darstellen. Der Schlagabtausch stellt die bedeutendste direkte militärische Konfrontation zwischen den USA und dem Iran seit den gemeinsamen amerikanisch-israelischen Luftangriffen auf iranisches Territorium dar, die am 28. Februar begannen.
Die Eskalation hat den Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus praktisch zum Erliegen gebracht, da große Reedereien den Transit durch einen der kritischsten Engpässe des Welthandels ausgesetzt haben. Etwa ein Fünftel der weltweiten Ölversorgung passiert normalerweise die Meerenge, und die Unterbrechung hat die Energiemärkte in Aufruhr versetzt. Unternehmen aus zahlreichen Branchen suchen nun fieberhaft nach alternativen Routen für Öltransporte, Düngemittellieferungen und Konsumgüter, wobei Analysten davor warnen, dass eine längere Schließung erhebliche Preissteigerungen weltweit auslösen könnte.
Internationale Reaktionen sind aus Hauptstädten rund um den Globus eingegangen, wobei der UN-Sicherheitsrat eine Dringlichkeitssitzung zur Behandlung der Krise anberaumt hat. Europäische Staats- und Regierungschefs forderten eine sofortige Deeskalation, während die Mitgliedstaaten des Golfkooperationsrates tiefe Besorgnis über die direkte Beschießung souveränen Territoriums in Kuwait und Bahrain äußerten. Diplomatische Quellen deuteten an, dass die Hintergrundkommunikation zwischen Washington und Teheran nicht vollständig abgebrochen ist, obwohl die Aussichten auf einen baldigen Waffenstillstand angesichts der Entwicklung der Feindseligkeiten gering bleiben.
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