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Extreme Hitze und Wassermangel belasten Japans Erdbebenhilfe

Veröffentlicht am 3. August 2026 707 Aufrufe

Japans Einsatz nach dem tödlichen Erdbeben in Kumamoto ging am Montag in eine schwierige Erholungsphase über. Extreme Hitze und unterbrochene Wasserversorgung bedrohen Tausende Vertriebene. Die Präfektur meldete 38 Tote und 114 Verletzte nach dem Beben der Stärke 7,1, das am 28. Juli die südwestliche Insel Kyushu traf. Ministerpräsidentin Sanae Takaichi besuchte das Katastrophengebiet erstmals seit dem Erdstoß.

Mehr als 8.500 Menschen lebten weiterhin in Notunterkünften in Gemeindezentren, Schulsporthallen und Klassenzimmern, berichteten die von Associated Press zitierten Behörden. Vielen Einrichtungen fehlten Klimaanlagen, Sanitärversorgung, Privatsphäre oder verlässliche medizinische Hilfe. Andere Bewohner schliefen in Autos, Parks oder vor beschädigten Häusern. Die japanische Wetterbehörde erwartete am Montag Temperaturen nahe 40 Grad und damit eine erhöhte Gefahr von Hitzekrankheiten.

Die Schäden an der Infrastruktur bestimmten weiterhin die Lage. Über 46.000 Haushalte hatten kein fließendes Wasser, mehrere Orte meldeten Kraftstoffmangel, rund 700 Häuser waren zerstört und mehr als 11.300 Gebäude beschädigt, erklärte Kumamoto. Bewohner stellten kaputte Möbel und Geräte zur Abholung bereit. Uki und Hikawa begannen mit dem Bau provisorischer Wohnungen, während Hotels und Gasthäuser Zimmer für Evakuierte anboten.

Takaichi überflog die Region in einem Militärhubschrauber und besuchte eine gut ausgestattete Unterkunft mit Klimaanlage, Trennwänden und Betten aus Karton. Gouverneur Takashi Kimura erklärte ihr, die ungewöhnliche Hitze verschärfe die ohnehin schweren Lebensbedingungen. Er verlangte zusätzliche nationale Unterstützung für Zentren ohne sauberes Wasser und medizinische Betreuung. Die Regierungschefin kündigte eine schnelle Prüfung weiterer Hilfen und aktives Handeln an.

Die Katastrophe lenkte zudem neue Aufmerksamkeit auf eine Explosion in einem teilweise eingestürzten Einkaufszentrum in Kashima. Der Betreiber hält ein Gasleck für die Ursache. Vor der Detonation hatten etwa 3.000 Kunden das Gebäude verlassen, doch einige Beschäftigte befanden sich noch darin. Rettungskräfte bargen fünf Überlebende und sieben Tote. Ein Ladenbetreiber räumte ein, zwei später gestorbene Mitarbeiterinnen angewiesen zu haben, nach Möglichkeit Einnahmen in Sicherheit zu bringen.

Nun zählen die Wiederherstellung von Wasser und Kraftstoff, weniger Enge in den Unterkünften, der Schutz vor Hitzetoten und sichere Wohnungen für Familien zu den Prioritäten. Behörden prüfen außerdem Gebäude und untersuchen die Explosion. Erdbebenschäden und gefährliche Sommertemperaturen verlängern das humanitäre Risiko über die unmittelbare Such- und Rettungsphase hinaus.

Quellen: Associated Press, Japan Meteorological Agency, Prime Minister's Office of Japan, Kumamoto prefectural authorities

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