Lamine Yamal hat sein erstes WM-Tor erzielt, als Spanien am 21. Juni in Atlanta einen dominanten 4:0-Sieg gegen Saudi-Arabien in der Gruppe H feierte und sich eindrucksvoll vom enttäuschenden torlosen Unentschieden gegen Kap Verde im Eröffnungsspiel erholte. Die 18-jährige Barcelona-Sensation belebte die Mannschaft vom Anpfiff an und eröffnete den Torreigen bereits in der 10. Minute, als er am hinteren Pfosten einlief und eine flache Hereingabe ins Netz schob.
Yamals Durchbruchstor gab den Ton vor für eine vollständige Zerlegung der saudischen Abwehr. Der junge Flügelspieler, dessen einziger Fußball in den letzten zwei Monaten ein Kurzeinsatz als Einwechselspieler gegen Kap Verde gewesen war, zeigte keine Anzeichen von Einrostung, als er die gegnerische Abwehrreihe mit seinem Tempo und seiner Dribbelfähigkeit terrorisierte. Seine Leistung brachte die Kritiker zum Schweigen, die bezweifelt hatten, ob der Teenager für die Belastungen einer WM-Kampagne bereit sei.
Mikel Oyarzabal übernahm anschließend die Hauptrolle und erzielte zwei Tore in schneller Folge, um das Spiel praktisch zu entscheiden, bevor die erste Halbzeit ihre Mitte erreicht hatte. Sein erstes Tor resultierte aus einem fließenden Angriffszug, der die saudische Abwehr aufschnitt, während das zweite ein klinischer Abschluss nach einem Defensivfehler war. Die Europameister von 2024 spielten mit einer Leichtigkeit und Intensität, die im Eröffnungsspiel schmerzlich vermisst worden waren.
Ein viertes Tor fiel unter kuriosen Umständen, als der saudische Torwart einen Volleyschuss abwehrte, der Ball jedoch vom Verteidiger Hassan Al-Tambakti abprallte und die Torlinie überquerte. Bemerkenswert ist, dass Spanien bereits dreimal getroffen hatte, bevor die erste Trinkpause angeordnet war, was die totale Dominanz von Beginn an unterstrich. Die Zuschauer in Atlanta erlebten eine Meisterklasse im Angriffsfußball.
Der überzeugende Sieg bringt Spanien in eine ausgezeichnete Position für den Einzug ins Achtelfinale aus der Gruppe H neben Uruguay, das am selben Tag 2:2 gegen Kap Verde spielte. Spaniens Tordifferenz verschafft ihnen nun einen erheblichen Vorteil vor dem letzten Gruppenspieltag, und ihre Offensivleistung zeigt, dass sie die Feuerkraft besitzen, um jede Mannschaft im Turnier herauszufordern.
Für Saudi-Arabien lässt die schwere Niederlage praktisch keine Chance auf ein Weiterkommen in die K.o.-Runde. Die Grünen Falken waren von Anfang bis Ende überfordert und fanden nie einen Zugang zum Spiel, da sie dem unermüdlichen Pressing und den schnellen Passkombinationen Spaniens nicht standhalten konnten.
Spaniens Leistung war ein echtes Ausrufezeichen, nachdem Kritiker die Europameister von 2024 nach dem glanzlosen Auftakt-Unentschieden hinterfragt hatten. Mit Yamal in Bestform und einem Mittelfeld, das die Fäden mit gewohnter Präzision zog, hat La Roja die Welt daran erinnert, warum sie als einer der Top-Favoriten auf den Titelgewinn in dieses Turnier gegangen sind.
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