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Erdbeben der Stärke 7,4 fordert mindestens 111 Tote im Westen Kolumbiens

Veröffentlicht am 10. August 2026 796 Aufrufe

Ein Erdbeben der Stärke 7,4 erschütterte am Montag um 7.34 Uhr Ortszeit den Westen Kolumbiens und forderte mindestens 111 Tote sowie 87 Verletzte, wie Präsident Abelardo de la Espriella und die Associated Press berichteten. Rettungskräfte und Anwohner suchten in eingestürzten Gebäuden, während Behörden vor einem steigenden Opferstand warnten, sobald Helfer abgelegene Gemeinden erreichen.

Der kolumbianische Geologische Dienst verortete das Epizentrum nahe San José del Palmar im Departamento Chocó in 96 Kilometern Tiefe. Auch der Geologische Dienst der Vereinigten Staaten bestimmte die Stärke mit 7,4. Die Erschütterungen trafen Cali, Pereira, Manizales, Quibdó und Armenia und waren auch in Ecuador und Panama spürbar, wo erste Berichte nur geringe Schäden meldeten.

Von El País zitierte Regierungszahlen nannten 1.575 beschädigte Wohnungen und 61 eingestürzte Gebäude. Die Associated Press berichtete über Schäden an Hunderten Bauwerken, Verschüttete und Folgen in mehr als 20 Kommunen. Behörden setzten Flüge an den Flughäfen von Manizales, Quibdó, Armenia, Cartago, Buenaventura und Pereira aus, während Inspektionen und Notfalleinsätze liefen.

De la Espriella erklärte eine nationale Katastrophe, um Mittel für den Wiederaufbau schneller freizugeben, und berief eine einheitliche Einsatzleitung ein. Er sagte den Betroffenen staatliche Unterstützung zu und plante eine Reise in das Katastrophengebiet. Kommunikationsausfälle sowie das ländliche und bewaldete Gelände rund um das Epizentrum erschwerten eine vollständige Erfassung der Opfer und Schäden.

Der Geologische Dienst bezeichnete das Ereignis als Kolumbiens stärkstes Beben seit zehn Jahren und registrierte Nachbeben, darunter eines der Stärke 4,8. Die Behörde verband die Aktivität mit natürlichen tektonischen Vorgängen im Westen Kolumbiens, darunter dem Absinken der Nazca-Platte unter die Südamerikanische Platte. El País stufte es als tödlichstes Beben des Landes seit der Katastrophe von Armenia 1999 ein.

Die Suche nach Überlebenden blieb die dringlichste Aufgabe, während Familien auf Nachrichten über vermisste Angehörige warteten. Behörden prüften Krankenhäuser, Verkehrswege und beschädigte Gebäude und beobachteten weitere Nachbeben. Die bestätigten Zahlen blieben vorläufig, besonders weil große Teile Chocós arm, bergig und nur schwer per Boot oder Flugzeug erreichbar sind.

Quellen: Associated Press, El País, Colombian Geological Service, U.S. Geological Survey

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